Archiv für den Monat: November 2014

Hochzeitsdanielle

Dieses Jahr wurde in unserem Freundeskreis kräftig geheiratet. Für die Hochzeit auf die wir im September eingeladen waren, sollte ein neues Kleid her. Selbstgenäht, versteht sich, denn ich denke mittlerweile reichen die Nähfähigkeiten dafür aus, um etwas Schönes zu schaffen für das man sich nicht schämen muss.

Schon vor einer Weile bei pattydoo im Blog gesehen und mich direkt ein bisschen verguckt, sollte Danielle her. Meine Stoffwahl fiel hier auf einen pinken, gepunkteten Baumwollstoff. Pink begleitet mich nicht unbedingt häufig in meinem Alltag, aber für einen besonderen Anlass, darf man auch mal die Mädchenseite raushängen lassen. Herausforderung Nr. 1: Das erste Mal nahtverdeckten Reißverschluss vernähen, Herausforderung Nr. 2: Puffärmel stehen mir gar nicht, also Ärmelschnitt ändern. Darf ich also präsentieren – Danielle:

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Ich habe zunächst aus einer Art Chiffon ein Probekleid genäht, dabei auch festgestellt, dass es ruhig eine Nummer kleiner sein darf und dann später mein Probekleid als Futter genommen. Ein Futter ist eigentlich nicht im Schnitt eingeplant, ließ sich aber leicht integrieren. Leicht im Sinne von einfach, aber nicht schnell, denn das ging per Hand. Oben abgeschnitten und am Beleg, sowie an ein paar Stellen in der seitlichen Nahtzugabe und neben dem Reißverschluss festgenäht. Stolz bin ich hier wirklich auf den Reißverschluss. Wie gesagt das erste Mal…

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Dafür hat es ganz schön gut funktioniert. Ich habe dafür kein besonderes Füßchen für die Nähmaschine, sondern einfach die Anleitung von Sew’n Sushi’s Sewing Secrets benutzt. Klappt wunderbar. Hatte gedacht es wäre viel schwerer. Man könnte jetzt argumentieren, dass mein Muster nicht richtig aufeinandertrifft. Das stimmt, aber bei diesen kleinen Pünktchen war mir klar, dass ich das sowieso nur sehr schwer hinbekomme und es auch keinem Auffallen wird, also hab ich das von Anfang an verworfen. Hier sieht man auch schön die Paspel, die ich eingearbeitet hab. Auch das habe ich noch nicht oft gemacht und es wirkt von Nahem immer noch ein bisschen unbeholfen. Das muss ich wohl noch üben. Die Ärmel sehen hier etwas sonderbar aus. Die Eigenkonstruktion hat auch ehrlich gesagt nicht so wunderbar funktioniert, aber die Ärmel habe ich auch nicht probe genäht. Angezogen sah es aber passabel aus. Und so wurde das Kleid dann auf die Hochzeit ausgeführt:

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Weiße Schuhe und eine ebenfalls selbstgenähte Tasche aus dem Buch „Taschen – Moderne Klassiker nähen“ von Sue Kim. Mein Modell ist die „reizende Clutch“, die ich frecherweise „entclutch“ habe, indem ich ihr einen Trageriemen angenäht habe. Clutches sehen schön aus und sind für eine Hochzeit auch sicher das Passendere, aber für mich einfach zu unpraktisch. Deswegen in dieser Form. Aber großes Lob für das Schnittmuster. Einfach umzusetzen, sieht aber wirklich toll aus und man kann in kürzester Zeit ein schönes Unikat zaubern. Weiß ist natürlich nicht so spannend, aber ich habe mir noch einen hübschen Knopf und einen schönen Futterstoff ausgesucht und ein kleines Seitentäschchen eingebaut.

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In diesem Sinne hoffe ich, ich habe für meinen ersten „richtigen“ Post nicht mit der Länge übertrieben und konnte ja vielleicht ein bisschen Inspiration spenden!?

Keep sewing,

Kathrin