Archiv für den Monat: Februar 2015

Japan Sew Along – Lektion gelernt

So, weiter geht’s hier mit dem Japan Sew Along. Letzte Woche musste ich pausieren, da ich gerade nach Geschäftsschluss feststellen musste, dass ich nicht genug Schrägband gekauft hatte und Montag war dann wegen Rosenmontag das Geschäft geschlossen. Also heute stellen sich die Fragen:

Zwischenstand I: Ist schon ein Modell fertig, plant Ihr ein weiteres?
Hängt Ihr bei Eurem Modell und braucht Ratschlag und Hilfe? Ist euer Modell tragbar? Müsst Ihr etwas ändern?
Nach der Anprobe vor dem Spiegel: Fühlt Ihr Euch wohl darin? Entspricht es Euren Erwartungen?
Seid Ihr mit Eurer Stoff- und Größenwahl zufrieden? Wie möchtet Ihr es kombinieren?
Möchtet Ihr noch ein Kombi-Teil dazu nähen?

Wie man sich nun nach meiner kleinen Einleitung schon denken kann, habe ich mich für die Schrägbandvariante für die Säume entschieden. Ich dachte mir, dann bin ich auf der sicheren Seite. Dachte ich zumindest… Hier aber erstmal das fertige Teilchen. Entschuldigt zum Teil die Fotoqualität, dieser fiese Grippevirus hat mich nun schon zum zweiten Mal erwischt und mir es kaum möglich gemacht, mir viel Mühe zu geben.

JSA_Cape_ganz_Puppe_web

Man sieht, dass das Schrägband vielleicht etwas dunkler hätte sein können, aber das ist schon okay für mich. Die Konstruktion war recht abenteuerlich. Es ist eigentlich ein denkbar einfaches Teil, man muss nur aufpassen wir rum man welches der beiden Schnittteile zusammennäht und wo dann die Bänder und Schlaufen für die Knöpfe hinkommen. Ich habe die Markierungen, wie gewohnt, auf die linke Stoffseite übertragen und dann losgelegt. Nachdem ich dann alles fertig hatte und das Ganze anprobieren wollte, passte aber nichts mehr zusammen. Ich hatte es wohl genau spiegelverkehrt zur Anleitung gemacht und so entstand ein großer Knoten im Gehirn, der sich erst nach einigem Nachdenken lösen ließ. Ich dachte zuerst ich hätte mich vertan und müsste zum Trenner greifen. Aber nein, alles gut.

Die Lektion, die ich hierbei gelernt habe: Kaufe nie wieder billiges Schrägband! Ich habe schon öfter günstiges Schrägband gekauft (welches direkt im 3m-Pack verkauft wird) und habe dies aber meist nur für kürzere Stücke benutzt oder es zum Paspelband weiterverarbeitet. Während der Verarbeitung für dieses Projekt mit den längeren Strecken, musste ich dann leider feststellen, dass es total unregelmäßig gefaltet ist. Bei diesem recht einfachen Kleidungsstück, bei dem man zudem an einigen Stellen auch die linke Seite sieht, wäre saubere Verarbeitung ein Muss. Dies war mir aber mit diesem Band einfach unmöglich.

JSA_Cape_Ausschnitt_Puppe_webDies Foto zeigt bei Weitem nicht die schlimmsten Stellen, aber es deutet es schon etwas an. Hier habe ich jetzt meinen Perfektionismus über Bord geworfen und mich davon abgehalten es wieder abzumachen. Es ist ja doch relativ Ton in Ton, sodass es nicht heraussticht und, außer einer anderen Näherin, wird es niemandem auffallen.

Von vorne bin ich zufrieden. Es könnte ein bisschen besser fallen, aber ich vermute das liegt vermutlich tatsächlich an den etwas steiferen Schrägbandkanten. Hinten steht es leider ganz schön ab.

JSA_Cape_Rücken_Puppe_webIch muss damit nochmal ein bisschen rumspielen. Es könnten die Schrägbandkanten sein, es könnte auch abhängig davon sein, wie ich die Bänder binde. Ich hatte noch keine Gelegenheit damit ein bisschen rumzuspielen.

Trotz allem gefällt es mir ganz gut und es wärmt wundervoll. Ich werde wohl fürs Finale noch ein passendes Longsleeve für drunter nähen. Fotos am lebenden Modell gibt es dann. Ich bin mir nicht sicher, ob die geplante Hemdbluse gut darunter aussieht. Aber auch die ist schon in Arbeit. Ich bin also trotz allem gut im Zeitplan.

Und die anderen wundervollen Projekte könnt ihr in der Linksammlung hier bewundern.

Alles Liebe,

Kathrin

Japan Sew Along – Immer Ärger mit dem Saum

Schon sind wir bei der dritten Woche des Japan Sew Along 2015 angekommen. Heute stellt sich die Frage:

Die Schnitte sind fertig: Anpassungen bereits geplant?

Sind die Stoffe schon da, habt Ihr Euch schon festgelegt?

Ist ein Probeteil nötig, oder seid Ihr mutig und schneidet direkt an?

Von den Schnitten und meinen Stoffen habe ich euch ja schon letzte Woche berichtet. Die Schnitte sind nun fertig abgepaust.

JSA_Schnittmuster02_web

Das Schultercape ist Einheitsgröße und so denke ich, es sollte in jedem Falle genug Spielraum da sein. Bei dem Langarmhemd habe ich bereits beim Abpausen die Länge geändert, habe jetzt also ein Mittelding zwischen a und b. Vorher habe ich mich noch mit meinem „Problembereich“ beschäftigt und herausgefunden, dass es nicht breite Schultern, sondern mein breiter Rücken ist, der mir oft schnittmäßig Probleme bereitet. Dieses Schnittmuster wird aber hinten direkt unter dem Kragen gekräuselt angesetzt, so sollte genug Platz für meinen Rücken sein. So weit, so gut. Kommen wir nun zu meinem Problem.

Der Saum vom Schultercape… Im Schnittmuster ist ein ganz normaler doppelt umgeschlagener Saum vorgesehen, aber eben für einen dünnen Baumwollstoff. Also habe ich ein bisschen rumprobiert.

JSA_Saumprobe01_webZick-Zack am Rand sieht katastrophal aus und sorgt dafür, dass sich der Stoff kräuselt. Dann dachte ich an einen Langettenstich, den ich vom „per Hand“ nähen kenne. Wäre mir aber bei dem ganzen Cape etwas zu viel Arbeit bzw. würde zu lange dauern und man bleibt auch gerne mal dran hängen, wenn man die Stiche etwas größer macht. Meine Nähmaschine kann einen ähnlichen Stich – ausprobiert – verworfen. Nicht richtig schön und macht einen gezackten Rand.

Vorschlag aus den Kommentaren vom letzten Mal war eine Art Rollsaum. Das kleinste was ich bei dem dicken Stoff hinbekommen habe war 7 mm mit einer Hilfsnaht bei 1,5 cm. Sieht schön aus, macht den Rand aber recht steif. Ich hab die Befürchtung, dass das Cape dann nicht mehr so schön fällt. Den Saum doppelt umgeschlagen, wie vorgesehen, ebenfalls machbar, aber auch etwas steif, wenn auch nicht so steif, wie mein angedeuteter Rollsaum. Nächstes Experiment:

JSA_Saumprobe_02_web

Schrägband. Das weiße Garn wäre natürlich für die endgültige Version nicht der Plan, aber zum Umfädeln war ich zu faul. Definitiv eine Option. Als letztes probierte ich einen Stickstich am Rand. Ich habe mich für den Fagottstich entschieden. Es sieht auf dem Foto so aus, als ob er den Stoff in die Länge ziehen würde, aber das habe ich einfach blöd abgeschnitten. Er gefällt mir und macht den Rand stabil, aber er bleibt trotzdem noch flexibel. Aber reicht er als „Versäuberung“ aus? Was meint ihr? Tut mir leid für diesen recht unspannenden Ausflug in meine Saumwelt, aber ich kann mich da wirklich nicht entscheiden und brauche etwas Input…

Was die anderen so für die dritte Woche vorbereitet haben findet ihr hier.

Keep on sewing,

Kathrin

Japan Sew Along – Die Schnitte

So, weiter geht’s. Eine anstrengende Woche liegt hinter mir und eine Erkältung hat mich auf die Couch gezwungen, anstatt auf die Arbeit, aber ein wenig Konzentration kann ich mir noch abringen. Heute stellt sich die Frage:

Für welchen Schnitt habt Ihr Euch entschieden? Habt Ihr schon Stoffe parat oder Ideen dazu?

Schnitt Nr. 1 wird dieses wundervolle Schultercape:

Projekt Nr. 12 "Schultercape" aus "Shape Shape" von Natsuno Hiraiwa

Projekt Nr. 12 „Schultercape“ aus „Shape Shape“ von Natsuno Hiraiwa

Es hat mich schon beim ersten Durchblättern total angesprochen, weil es so einfach ist, es aber trotzdem total raffiniert aussieht. Empfohlen wird ein weicher Baumwollstoff, aber, wenn eine wärmende Version gewünscht ist, auch ein Wollstoff. Wenn das mal nicht ideal für die Wintertauglichkeit ist.

Projekt Nr. 12 "Schultercape" aus "Shape Shape" von Natsuno Hiraiwa

Projekt Nr. 12 „Schultercape“ aus „Shape Shape“ von Natsuno Hiraiwa

Es wird ein dunkelblauer Wollstoff werden, der schon länger in meinem Vorrat schlummert. Die Bänder, die eigentlich aus demselben Stoff gefertigt werden sollen, werde ich aus einem passenden Schrägband nähen. Das wäre in dem Wollstoff doch etwas dick. Jetzt ist nur noch die Frage, wie ich das mit den Kanten mache. Eigentlich sollten die doppelt umgeschlagen und abgesteppt werden. Einmal umschlagen ist kein Problem, aber doppelt könnte doch etwas voluminös werden. Bei dem dunklen Stoff fällt einmal umschlagen nicht so auf, aber ich könnte natürlich auch einfach die Kanten mit einem schicken Schrägband einfassen. Aber fällt es dann noch so schön, oder wird es etwas steif? Ein schöner Hingucker könnte es auf jeden Fall sein.

Kommen wir zu Schnitt Nr. 2:

Projekt 8a/b "Langarmhemd mit Mandarinkragen"/"Tunika mit Gürtel" aus "Nähen im japanischen Stil" von Shufu To Seikatsu Sha

Projekt 8a/b „Langarmhemd mit Mandarinkragen“/“Tunika mit Gürtel“ aus „Nähen im japanischen Stil“ von Shufu To Seikatsu Sha

Die Stoffmenge reicht, also wird es das Langarmhemd bzw. die Tunika aus einem schönen rostroten Baumwollstoff. Wenn ich das richtig sehe, ist das bei beiden exakt der gleiche Schnitt, nur dass die Tunika Knielänge hat und der Gürtel dabei ist. Knielänge ist mir ein wenig zu lang, Hemdlänge zu kurz, ich werde also irgendwas dazwischen nähen. Aber der Gürtel sollte dabei sein. Damit kann man es dann ein wenig „taillieren“. Ich denke, ich werde noch an der Seite auf Taillenhöhe zwei kleine Schlaufen einarbeiten, durch die der Gürtel dann gezogen werden kann, damit auch nichts verrutscht. Im Buch bzw. auf dem Foto ist er wohl eher einfach als nettes Accessoire gedacht, erfüllt aber keinen „aktiven“ Zweck.

Damit hat meine Konzentrationsspanne dann auch ein Ende. Noch ein kurzes Danke, an diejenigen, die bei mir kommentiert haben. Das waren meine ersten Nicht-Spam-Kommentare und ich hab mich darüber total gefreut! Leider war dem auch geschuldet, dass ich vergessen hatte, dass ich sie erst noch freischalten musste. Es war schon etwas länger her, dass ich das eingerichtet hatte und, wie gesagt, es waren halt die ersten. Jetzt weiß ich aber Bescheid und es wird jetzt nicht mehr so lange dauern mit dem Freischalten.

Jetzt werde ich aber mal schauen wie es bei den anderen aussieht und zwar hier.

Liebe Grüße,

Kathrin