Archiv für den Monat: Februar 2017

Der Jeansrock-Vorfall

Ach ja, es war so schön geplant. Eigentlich wollte ich hier jetzt Tragebilder meines neuen Jeansrocks zeigen auf den ich so stolz war. Ein Schnitt aus der La Maison Victor (Ausgabe 2 (März-April) / 2016). Richtige Größe, passte recht gut, der Reißverschlussschlitz war mir außerordentlich gut gelungen und schöne Ziernähte. Stattdessen kann ich jetzt Bilder zeigen, wie schön der am Hintern gerissen ist…

Vorder- und Rückansicht von Rock Holly

links: gut gelungene Ziernähte, mitte: Riss in Nahaufnahme, rechts: Außmaß der Bescherung

Entschuldigt, die furchtbare Fotoqualität! Meine Kamera spricht nicht mehr anständig mit dem Objektiv und bei diesen schlechten Lichtverhältnissen gerade, habe ich wahnsinnig Probleme im manuellen Fokus anständige Bilder hinzukriegen. Es muss wohl leider bald eine neue her… Farblich sind tatsächlich die beiden Bilder mit dem Riss am akuratesten. Zurück zum Riss:

Interessanterweise ist nicht die Naht an sich gerissen, sondern die Schussfäden haben sich einfach von den Kettfäden, die noch in der Naht stecken, verabschiedet. Das ist mir wirklich noch nie passiert. Ich kann nur vermuten woran es liegt. Zum einen war der Stoff eventuell nicht der Hochqualitativste. Aber auch kein totales Billigzeug. Zum anderen bin ich mit meiner neuen Overlock noch nicht so 100%ig vertraut und vielleicht habe ich die Stichbreite einfach zu eng eingestellt und damit den Stoff eher „perforiert“. Oder die falschen Nadeln? Da der Stoff nicht so wirklich dick und fest ist, hatte ich gedacht, ich komme mit normalen Allzwecknadeln aus. Ich weiß es nicht genau. Ich müsste wohl ein paar Probenähte an den kläglichen Resten des Jeansstoffs machen, um das rauszufinden. Aber erstmal habe ich kapituliert und den Rock wütend in die Ecke gepfeffert und strafe ihn mit Verachtung. Dabei darf man durchaus erwähnen, dass er natürlich nicht zuhause beim „Probetragen“ gerissen ist, sondern auf einer Party… Naja, viele haben es wohl nicht gesehen und die Gastgeberin hat mich sehr lieb mit einem Ersatzrock ausgestattet, damit ich nicht direkt wieder verschwinden musste.

Ich weiß noch nicht mal wirklich ob ich das Teil noch retten kann, ohne dass es total lächerlich aussieht. Die Frage ist auch ob es sich lohnt, da ich natürlich Gefahr laufe, dass bald schon eine der anderen Nähte knackt. Schließlich habe ich fast alles auf die gleiche Weise zusammengenäht. Wenn irgendjemand Ideen zur Rettung oder Erfahrung mit solchen Rissen hat und weiß wie ich das in Zukunft verhindern kann: Immer her damit! Ich wäre sehr dankbar!

Andere Frage: Wie läuft es mit meiner Stoffdiät? Widerwillig zähle ich den Rock auch zu verbraucht (auch wenn ich mir unter verbraucht was anderes vorstelle, nämlich ein neues Kleidungsstück). 0,7 m für den Rock und 1,4 m für ein neues Oberteil. Dies ist noch ohne Fotos wegen des Kameraproblems. Stoffzuwachs gab es leider auch, da ein Geschenk genäht werden musste. Die gekauften 1,6 m sind aber schon fast komplett wieder verbraucht. Da ich im Februar eine Woche im Urlaub war, finde ich gute 2 m minus gar nicht mal so schlecht.

Sodenn, viele Grüße,

Kathrin