Archiv des Autors: Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – der zweite Zwischenstand

Der FJKA 2018 ist weiter in vollem Gange und Thema diese Woche soll sein

Zweiter Zwischenstand – Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse

Seit letztem Mal habe ich gute Fortschritte gemacht. Da hatte ich gerade erst angefangen und war noch nicht mal bis zur Ärmelteilung vorgedrungen.

Jetzt kann ich schon einiges mehr vorweisen und es sind noch keine Ermüdungserscheinungen in Sicht, obwohl ich gerade parallel noch an einem paar Socken arbeite, das Ende des Monats fertig sein muss. Auch wenn es Zungen gibt, die behaupten das Jäckchen sei ein wenig eng, ich bin mit der Passform zufrieden. Es sitzt am Rücken so wie ich es mir vorgestellt habe (eng, aber, wie ich finde, nicht zu sehr) und da es nicht geschlossen wird, ist das vorne ja nicht so kritisch. Die große Sicherheitsnadel habe ich natürlich nur fürs Foto dran gemacht, da es sich ohne relativ stark wellt und man dann nicht so viel erkennen kann. Die Ärmelpassform könnte natürlich noch mal ein kritischer Punkt werden, aber soweit bin ich ja noch nicht. Gerade ist eher die Frage wie ich weitermache. Zusammen mit dem Abschluss, der noch unten drangestrickt wird, hätte ich jetzt meine gewünschte Mindestlänge erreicht. Es sollte ja nicht so lang werden, damit er sich über ausgestellten Röcken gut trägt, ein zusätzlicher Streifen wäre aber längentechnisch auch noch okay. Der Kragen soll auf jeden Fall orange werden, da mir das besser steht.

Theoretisch hätte ich gerne den Kragen und den Saum in derselben Farbe, da das bestimmt schöner aussieht. Das würde bedeuten jetzt noch ein Streifen rot und dann den Saum in orange. Ein kompletter Streifen in glattrechts verbraucht ca. 20 g. Der Saumabschluss sollte schon mindestens halb so hoch sein wie einer der Streifen und wird im Rippenmuster gestrickt, also nochmal etwas mehr Garnverbrauch als glatt rechts. Mein Hauptproblem ist also die benötigte Garnmenge. Ich bin mit 116 g orange gestartet und habe jetzt noch 48 g. Ärmel und Kragen müssen noch. Bei beidem fällt es mir schwer den Garnverbrauch abzuschätzen. Meine Strategie ist also jetzt: Erstmal stoppen und an den Ärmeln arbeiten. Die Entscheidung kann ich später immer noch treffen, wenn ich dann hoffentlich besser abschätzen kann, ob ich mit dem Garn hinkomme oder nicht.

Eine Frage bleibt aber noch: Hat jemand Erfahrung mit der Fixierung von Färbungen bei Wolle-Seide-Mischungen? Wie anfangs erwähnt ist das hier eine Wolle einer kleinen Indie-Färberei. Ich habe die Wolle bevor ich anfing zu verstricken einmal gebadet, weil sie ein wenig schmutzig war. Soweit ich weiß, färbt sie mit Flusswasser, deswegen war da noch etwas Natur mit drin. Dabei musste ich leider feststellen, dass die Farbe etwas ausgebleicht ist. Im Gestrick sieht man das recht gut.

Die Färbung ist jetzt ein wenig ungleichmäßig. In diesem Stadium stört es mich noch überhaupt nicht, aber ich habe ein bisschen Angst, dass sich das mit der Zeit noch mehr auswäscht und ich die tolle Knalligkeit der Farben verliere. Ich überlege ob ein Essigbad oder etwas vergleichbares das verhindern könnte, bin mir aber nicht sicher was ich der Seide damit antue. Kennt sich da jemand aus? Ich gebe zu, so viel Recherchezeit habe ich da noch nicht reingesteckt, da ich ja noch im Strickprozess bin, aber vielleicht hat da ja schon jemand von euch Erfahrungswerte mit gesammelt!?

So, jetzt schau ich mal bei den anderen vorbei und lass mich beeindrucken von euren tollen Fortschritten und wunderschönen Jäckchen!

Alles Liebe,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – der erste Zwischenstand

Es geht weiter mit dem FJKA. Heute geht es um

Erster Zwischenstand – Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 

Ich kann endlich Vollzug melden. Nach drei Maschenproben und dem Kauf von neuen Nadelspitzen konnte ich am Samstag endlich anschlagen. Es ist ein interessantes Phänomen, dass ich immer ausgerechnet die Nadelspitzen für meine Rundstricknadeln nicht besitze oder genau diese Dicke/Stärke gerade verschollen ist, die ich für das Anschlagen meines Projektes benötige. Aber das nur so am Rande. Hier kommt ein Foto meines aktuellen Standes:

Wie man sieht, bin ich noch nicht besonders weit, aber für die paar Tage ist das nicht schlecht. Ich werde sicherlich etwas in Zeitnot geraten, da bis Ende des Monats auch noch ein paar Socken für ein Geburtstagsgeschenk fertig werden muss. Aber das Garn verstrickt sich schonmal hervorragend, gibt ein wunderschönes definiertes Maschenbild und hat durch die Seide einen tollen Schimmer. Bei meiner etwas mutigen Farbkombinationen war ich mir nicht 100%ig sicher, aber verstrickt sieht es wirklich toll aus. Leider ist das auf dem Bild nicht so schön zu erkennen, weil es sich in diesem Stadium an den Rändern noch einrollt und ich auch meine Kamera fürs Foto nicht zur Hand hatte. Ich habe ein bisschen Bammel, dass das Garn nicht reicht, aber das kann ich natürlich jetzt am Anfang noch nicht gut abschätzen.

So, damit sause ich dann mal rüber, zu meinen Mitstreiterinnen. Ich habe am Sonntagabend schonmal geschlinst und gesehen, dass die meisten schon richtig weit sind und tolle Zwischenstände zu zeigen haben.

Fröhliches Stricken,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – Die Zweite

Im zweiten Teil des FJKA 2018 soll es gehen um:

Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen

Ich habe mich für den Featherweight Cardigan von Hannah Fettig entschieden. Die meisten von euch haben für diesen gestimmt und eure Argumente haben mich restlos überzeugt. Ich tendierte ja zum Shift of Focus, aber: dieses spezielle Garn, zweifarbig, wenig Garn und am Besten passend zum ausgestellten Rock – da gewinnt ganz klar der Featherweight. Der Shift of Focus wird dann einfach als nächstes auf die Nadeln wandern. Ich habe bei euch schon tolle Garne erspäht und habe da schon was im Auge dafür.

Mein Garn hatte ich ja letztes Mal schon kurz vorgestellt. Ich schulde noch ein Foto. Da ich die ganze Woche relativ lange arbeiten musste, hier ein schneller, leicht verrauschter Schnappschuss mit dem letzten Licht des Tages.

Leider kommt der Farbunterschied der beiden Knäuel und die tolle schimmernde Textur hier nicht so wirklich raus, aber es war nicht besser zu machen.

Ja, bei meiner Maschenprobe bin ich ein wenig vom Pech verfolgt. Hatte ich letztes Mal meine Wolle in Köln gelassen, so bin ich jetzt in Köln und habe die falschen Nadeln da. Ich hatte das Garn, aufgrund der wraps per inch, als fingering weight eingestuft. Darum hatte ich eine 3,5 mm und eine 4 mm Nadel mitgenommen, in der Überzeugung ich würde damit ein schön fallendes Gestrick erzeugen. Leider verstrickt es sich eher wie ein dickeres Garn und mir ist das Gestrick zu fest. Ich möchte auf jeden Fall noch eine Maschenprobe mit 5 mm Nadeln, vielleicht sogar mit 5,5 mm Nadeln machen. Für den Featherweight soll es ja schön flowy sein und bei diesem kostbaren Garn möchte ich möglichst auf Nummer sicher gehen. Also muss ich aufs Wochenende warten, damit ich die Maschenproben machen und dann hoffentlich nächste Woche anschlagen kann. Ach, das bringt mich alles schon wieder in leichte Zeitnot. Aber ich sehe noch Hoffnung, dass ich es zumindest zum Finale der Herzen schaffe.

Zur Passform: Ich denke, da ist bei diesem Jäckchen nicht allzu viel zu beachten. Ich habe einen Brustumfang von 92 cm. Ich kann also wählen zwischen zwei Größen für 89,5 und 98,5 cm Brustumfang. Ich tendiere zur kleineren. Es ist ja ein offenes Jäckchen, ich denke also, dass ich mit einer etwas kleineren Größe besser zurechtkomme als mit einer so massiv größeren. Außerdem werde ich, da ich normalerweise nie auf die exakte Maschenprobe komme, beim Umrechnen einfach etwas großzügiger aufrunden. Dann gleicht sich das vermutlich schon aus.

So, das ist jetzt doch wieder länger geworden als gewollt. Kurz fassen ist wohl einfach nicht meine Stärke. Ich werde jetzt also mal schauen gehen was meine Mitstreiterinnen zu diesem Termin so beizutragen haben.

Liebe Grüße,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – Die Erste

Mein Blog war im Winterschlaf. Eine Fortbildung, die mich dazu Zwang unter der Woche in einem kleinen Zimmerchen in einer anderen Stadt zu hausen, brachte meine Näh- und Strickpläne arg durcheinander. Die Fortbildung ist nun fast vorbei, im März wird hoffentlich wieder „Normalität“ und damit endlich auch mehr Aktivität hier auf dem Blog einkehren. Darum nehme ich den FJKA, der drüben auf dem Me Made Mittwoch-Blog stattfindet als freudigen Anlass hier ein bisschen zu entstauben und wieder Leben in die Bude zu bringen. Danke schon mal für diesen kleinen Anstoß und die Organisation des FJKA!

Garn ist schon vorhanden. Im Urlaub im September kaufte ich zwei wunderschöne Stränge einer Wolle-Seide-Mischung: einmal erdbeerrot, einmal etwas das ich als rostorange bezeichnen würde. Leider habe ich die Wolle in meinem Zimmer in Köln vergessen (ein leidiges Thema in den letzten Monaten), deswegen hier kein Foto, sondern nur eine Grafik, damit man sich ein ungefähres Bild machen kann.

Das orange trifft es nicht ganz, aber es kommt nah dran. Dazu muss man sich einen wundervollen seidigen Schimmer und ein wahnsinnig tolles weiches Garn vorstellen. Es ist eine krasse Farbkombination, aber sie gefällt mir sehr und wenn ich das orange als die gesichtsnahe Farbe verwende, sollte mir das auch gut stehen. Ursprünglich wollte ich ein Schultertuch daraus machen, deswegen habe ich nur zwei 100 g Stränge gekauft. Bei meinem letzten Tuch (das erst nach dem Kauf dieser Wolle fertig wurde) stellte sich aber leider heraus: So schön ich das finde, ich trage es nicht wirklich wahnsinnig oft. Das fände ich für diese wundervolle Wolle einfach zu schade, deswegen soll es jetzt doch ein leichtes Frühlingsjäckchen werden. Das würde eine Lücke in meinem Kleiderschrank füllen und deswegen sicherlich häufig getragen werden. Das einzige Problem ist: Es sind nur 200 g, das schränkt natürlich enorm ein. Das Garn ist von einer Indie-Färberin und darum habe ich keine Angaben zur Lauflänge oder ähnlichem. Die Lauflänge werde ich irgendwie noch ermitteln bzw. grob abschätzen und die Garnstärke würde ich als fingering-weight einstufen. Für ein leichtes Jäckchen könnte es also reichen.

Nachdem ich also am Freitag für mehrere Stunden in ravelry versunken bin, habe ich zwei mögliche Anleitungen gefunden: der Featherweight Cardigan von Hannah Fettig und Shift of Focus von Veera Välimäki. Da ich keine Scherereien wegen der Bildrechte möchte, habe ich mich mal an einer kleinen Zeichnung versucht, die auch ein bisschen wiederspiegelt wie sich die Cardigans an meiner Figur machen sollten.

links: Featherweight Cardigan, rechts: Shift of Focus

Der Featherweight Cardigan ist ja in der Strickwelt ein wohlbekanntes, vielgestricktes Muster und ich habe ihn schon länger im Auge. Mit dem wenigen Garn würde es ein relativ kurzes Jäckchen werden und ich könnte dann im Zweifel beim Stricken sehen, ob ich lange Ärmel hinbekomme oder nur halbe oder dreiviertel. Im Zweifel würde es den auch in einer Custom Fit-Variante geben, wo ich meine Maschenprobe und gewünschten Maße eintragen kann und so vielleicht besser abschätzen kann ob mein Garn reicht. Den Shift of Focus habe ich schon mal gestrickt. Das war mein erstes selbstgestricktes Jäckchen und ich war wahnsinnig stolz darauf. Leider habe ich ihn quasi nie getragen. Ich hatte mir damals noch wenige Gedanken darüber gemacht welche Farben mir stehen und habe ihn damals in mint gestrickt, weil mich die Farbe so angelacht hat. Damit sah ich so blass aus, dass ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt habe und der Halssausschnitt war mir auch zu weit. Trotzdem finde ich, dass es ein wahnsinnig tolles Jäckchen ist. Ich habe es dann einer lieben Freundin geschenkt und mir geschworen mir bei Zeiten ein neues zu stricken. Jetzt könnte ich das also in Angriff nehmen. Die Anleitung ist für ein sport weight  Garn geschrieben, aber ich denke, dass es auch mit dem fingering gut funktioniert. Ich habe auch schon eine Anleitung gefunden wie ich den Halssausschnitt enger machen kann und evtl. die leichte A-Linie rausnehmen kann, damit es an mir etwas vorteilhafter aussieht. So muss ich mir diese Änderungen nicht selber zusammenbasteln.

Beides sind tolle Strickmuster. Ich möchte in Zukunft ein bisschen mit anderen Silhouetten spielen als die, die ich gewöhnt bin und mir z. B. ein paar weiter ausgestellte Röcke nähen (bei mir im Kleiderschrank existieren nur Bleistiftröcke oder gerade Jeansröcke). Da würden sich beide Jacken gut zu machen, da der Shift of Focus ja sowieso relativ kurz ist und mit dem wenigen Garn würde der Featherweight Cardigan auch eher kurz. Ich besitze hauptsächlich relativ lockere Strickjacken, die bis über den Po gehen. Das sieht zu Jeans oder einem engen Rock gut aus, aber mit meinem geplanten Halben Tellerrock funktioniert das natürlich nicht so gut. Vom Gefühl her tendiere ich zum Shift of Focus, da der etwas raffinierter ist und ich finde, dass er schön zu diesem besonderen Garn passt, aber da kann ich mir schlechter vorstellen wie ich das mit meinen beiden Farben mache. Beim Featherweight kann ich mir schöne Streifen vorstellen, da gibt es ja genug Beispiele im Netz. Da muss ich mir noch ein paar Gedanken zu machen. Was meinst du?

Jetzt hüpfe ich mal rüber zum Me Made Mittwoch-Blog und schau mir an was die anderen so inspiriert und was deren Pläne sind.

Happy Knitting,

Kathrin

Vanilla-Oversize Oberteil

Ohne viel einleitende Worte, hier kommt das Oversize-Top Vanilla von Waffle patterns. Ich hatte das Top hier schon kurz erwähnt. Ich mag Oversize-Oberteile an anderen Frauen oft sehr gerne und in meiner Vorstellung sind sie auch für mich optimal, da sich da doch sicher mein kleines Bäuchlein gut verstecken bzw. kaschieren lässt. In der Realität sieht es aber dann meist so aus, als hätte ich einen Sack an, hätte versehentlich zwei Größen zu groß gekauft oder es trägt auf und mogelt nochmal 10 kg dazu. Mit diesem Top habe ich es aber nochmal versucht und es gefällt mir. Ich gebe zu, auf dem Bild oben links sieht es auch ein bisschen unvorteilhaft aus, aber wenn ich die Arme nicht in die Hüften stemme, gefällt es mir und ich habe auch schon einige Komplimente dafür bekommen.Zum Nähen bzw. zur Passform sei folgendes gesagt: Zum einen darf man die Stütznaht am Ausschnitt auf keinen Fall vergessen oder weglassen! Das ist in der Anleitung angegeben, aber bei so einem simplen Oberteil kann frau schon mal meinen, dass sie beim zweiten Probeteil keinen Blick in die Anleitung mehr werfen muss und vergisst dann natürlich prompt die Stütznaht. Das gab einen katastrophal ausgeleiherten Ausschnitt… Zum anderen musste ich eine kleine Änderung vornehmen. Die Bündchen sowohl an den Armen als auch am Oberteil an sich sollen eigentlich die gleiche Weite haben wie der Ärmel bzw. das Oberteil. Das sieht bei Yuki von Waffle patterns ganz zauberhaft aus. Bei mir sah es wieder aus als hätte ich mich in der Größe vergriffen. Bei der ersten Version hatte ich mich nach meinen Maßen gerichtet und eine 42 genäht. Ganz manchmal funktioniert es bei mir bei Oversize-Oberteilen einfach ein oder zwei Größen kleiner zu nehmen. Dann ist es nicht mehr ganz so oversizig, aber immer noch locker und sieht ganz gut aus. Also wählte ich für Version 2 eine 38. Hmm, das sah dann aber irgendwie auch falsch aus. Es war tatsächlich zu klein bzw. saß gar nicht so wie es sollte und ich war mir jetzt sicher das Problem an der 42 war nicht die Größe. Also habe ich die Bündchen enger gemacht, sodass sie jetzt tatsächlich die Funktion eines Bündchens erfüllen und siehe da: passt und gefällt.

Einziges Manko: das Top rutscht jetzt beim Tragen gerne ein bisschen nach hinten. Vergleicht man die Fotos an der Puppe mit den Tragefotos sieht man es ganz gut. Eigentlich soll es nach vorne ein normaler Rundhalsausschnitt sein (ich habe ihn ein wenig verkleinert, weil er mir zu groß war) und hinten verläuft er dann relativ gerade. Auf den Tragefotos sieht es dann nach einem recht eng-anliegenden Rundhals aus eben weil sich die Schulternaht beim bewegen nach hinten schiebt. Mich stört das allerdings nicht und ich wüsste auch nicht wie ich das verhindern kann ohne die Bündchen wieder weiter zu machen. Der Strickstoff, den ich benutzt habe ist auch relativ schwer. Vielleicht würde es sich nochmal ganz anders verhalten, wenn ich einen etwas leichteren Stoff mit gutem Fall verwenden würde. Ich werde es weiterhin beobachten und noch etwas darüber nachdenken, aber wenn jemand da Tipps hat, gerne her damit. Da es mich, wie gesagt, nicht allzu sehr stört würde ich zukünftige Versionen einfach genauso machen und das weiterhin ignorieren. Wegen der interessanten Schnittführung kommt das Oberteil in Streifen übrigens besonders gut, wie ich finde. Ich hätte wohl schon einige Versionen davon im Kleiderschrank, denn es ist schnell gemacht und ein richtiger Stofffresser, was gut wäre für meine Stoffdiät, aber ich habe hier ein Jackenproblem. Ziehe ich meine normalen Jacken darüber und mache sie zu, ist es ganz grausam geknittert, wenn ich die Jacke wieder aufmache und ausziehe. Bis jetzt muss das Wetter also so sein, dass ich meine Jacke nicht zumachen muss. Ich könnte natürlich meinen Oversize-Mantel, den ich letzten Winter gemacht habe, darüber ziehen. Aber wie unvorteilhaft der an mir aussieht, wird Stoff für einen anderen Blogbeitrag, wenn ich endlich Tragefotos davon geschossen habe. Meine Motivation Fotos von ungeliebten Stücken zu machen ist immer besonders niedrig, aber ich könnte dringend Input gebrauchen, ob er sich wohl noch retten lässt. Also muss ich da wohl mal ran.

So, ich freue mich endlich mal wieder beim Me Made Mittwoch dabei sein zu können, hüpfe jetzt rüber und schaue mir die Werke der anderen an.

Happy sewing,

Kathrin

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Die Crux mit meinem Simplicity-Rock

Für mein Projekt Büro-Garderobe habe ich mir den Rock-Schnitt Simplicity 7498 rausgesucht. Die englischsprachige Version hat übrigens eine andere Nummer (siehe Foto). Das ist sehr verwirrend und unpraktisch und hilft überhaupt nicht, wenn man nach genähten Exemplaren und Bemerkungen über die Passform sucht. Egal. Also, ich habe den Schnitt bestellt und nach meinen Maßen die Größe rausgesucht: 44. Das entspricht überhaupt nicht meiner Kaufgröße, aber ich hatte noch keine Erfahrung mit Simplicity, also habe ich das so hingenommen. Nach Zusammenheften der Seitennähte kam die erste Anprobe: Hmm, extrem weit! Kann das sein? Bund probeweise angeheftet: Oh ja, vieeeel zu weit. Ein Reißverschluss wäre gar nicht nötig, oben bleiben würde der Rock aber auch auf keine Fall. Ein weiterer Blick auf den Schnittmusterumschlag: Maße des fertigen Kleidungsstückes, Hüfte 115 cm. Wie bitte? Bei einem Hüftumfang von 102 cm (laut Größentabelle) brauche ich 13 cm Bequemlichkeitszugabe? Ich denke nicht. Jetzt sollte das aber ein tragbares Probemodell für den Sommerurlaub werden. Also irgendwie retten. Hätte ich die Mehrweite komplett aus den Seiten rausgenommen, wären die Taschen fast komplett verschwunden… Also hinfummeln. Eigentlich ist in der vorderen Mitte keine Naht. Jetzt musste aber eine rein. Ich habe zu gleichen Teilen aus der vorderen und hinteren Mitte, sowie aus den Seitennähten die erforderliche Weite rausgenommen. Nicht die beste Lösung, aber annehmbar, oder?

Normalerweise trage ich den Rock nicht einfach mit einem schwarzen Top, aber so kann man ihn am Besten sehen. Hinten am Reißverschluss kann man deutlich erkennen, dass es der Passform des Bundes nicht unbedingt gut getan hat, dass ich aus der hinteren Mitte gekürzt habe. Hatte ich auch nicht anders erwartet. Normalerweise trage ich aber ein Oberteil welches über den Bund geht, also lässt sich das verschmerzen.

Zur Passform: vorne ganz gut, hinten eher so lala. Aber es war ja eh alles hingefummelt. Dann kam Probeversion Nr. 2. Da ich laut meinen Notizen ca. 20 cm Weite rausgenommen habe, kam ich auf eine Gr. 36 für Version 2. Okay, das wiederum ist kleiner als meine Kaufgröße, aber ich habe dem erstmal vertraut. Leider gibt es die Simplicity-Schnitte immer in 2 Größenpaketen zu kaufen. 30-36 und 38-46. Das hat mich nach dem Ausmessen natürlich beherzt das größere Paket bestellen lassen, war aber jetzt ungünstig. Ich habe also von der 38 auf eine 36 runtergradiert mit den Differenzwerten, die ich von Größe 38 zu Größe 40 hatte. Zugeschnitten habe ich aus einem Stoff, der wirklich nur für Probeteile gedacht ist. Außerdem wollte ich auch ausprobieren wie ich da ein Futter reingebastelt bekomme. Das ist nämlich im Schnittmuster nicht vorgesehen, das sehe ich aber für einen bürotauglichen Rock als unabdingbar. Es kam wie es kommen musste, der Rock war jetzt zu klein was aber nicht am Futter liegt. Ich kriege ihn so gerade zu, aber das ist es dann auch. Hier habe ich keine Fotos gemacht, denn das ist er wirklich nicht wert. Immerhin weiß ich jetzt, dass das mit dem Futter so klappt wie ich mir das gedacht habe.

Es wird also noch eine Probeversion Nr. 3 geben, denn auch in Gr. 36 zeichnet sich ein Passformproblem hinten über dem Hintern ab. Ich denke, wenn ich in dem Bereich des Reißverschlusses, nicht am Bund sondern am eigentlichen Rockteil, einen horizontalen Keil herausnehme, sollte das schonmal einiges des Passformproblems beheben. Ist das eine legitime Anpassung? Meine beiden Bücher zu dem Thema, haben mir hier nicht wirklich weitergeholfen. Vielleicht braucht es auch noch ein wenig Mehrweite an den Seiten für meinen Hintern. Wenn ich die Anpassungsorgie hinter mir habe, traue ich diesem Rock zu ein echter Wardrobe Staple zu werden. Auch Version B hat es mir echt angetan und die Änderungen sollten sich ja dann leicht übertragen lassen.

Uff, ich muss vielleicht noch ein Projekt dazwischenschieben, was ich ohne Anpassungen nähen kann um mir ein Päuschen zu gönnen. Mit der Zeit sind meine Ansprüche an die Passform meiner Kleidung relativ stark gestiegen, aber etwas anstrengend und langwierig ist es schon. Aber mit wachsender Erfahrung wird es bestimmt auch irgendwann schneller gehen. Bei meinem letzten Projekt, einem Webstoff-Oberteil, habe ich eine wahre Anpassungsorgie hinter mir. Aber davon berichte ich ein anderes Mal, denn da müssen erst noch Fotos gemacht werden. Und eigentlich wollte ich jetzt noch mein Vanilla-Oversize-Oberteil zeigen, aber da das jetzt hier schon so lang geworden ist, gibt es das nächste Woche.

Viele Grüße,

Kathrin

Stoffdiät September oder auch Asche auf mein Haupt

Heute geht es im Rahmen der Küstensock’schen Stoffdiät mal wieder um meinen Stoffbestand. Hatte ich beim letzten Mal schon ein schlechtes Gewissen wegen meines Stoffzuwachses, so hat sich dieses bis zum heutigen Eintrag noch vervielfacht. Einziger Grund dafür ist eine liebe Freundin, die selber nicht näht, aber den Stoffvorrat ihrer patchworkenden Oma geerbt hat. Einige Schätze wolle sie behalten, aber ich könne ja mal durchgehen und schauen ob ich etwas gebrauchen könne. Klar, dachte ich mir, gucken geht ja. Meine eisernen Regeln, die ich letztes Mal vorgestellt hatte, waren dann auch schnell über Bord geworfen bei diesen wunderschönen Stöffchen. Erlaubt habe ich mir das vor allem, weil an diesem schönen, sonnigen Tag Bilder von wundervollen bunten Sommerkleidern, beschwingten Röcken und geblümten Oberteilen vor meinem geistigen Auge vorbeizogen. Aber seht selbst, hier ist mein Zuwachs:

Jetzt aber zu den harten Fakten: Stoffzuwachs seit Juli + 23,15 m. Stoffabbau – 1,55 m. Damit habe ich jetzt 81,75 m im Stofffundus. Oh weh, die Zahl hat mich ganz schön erschlagen! Meine Inventur beinhaltet nur Stoffe, die sich noch für tragbare Kleidungsstücke oder andere ‚richtige‘ Projekte eignen. Ich habe noch eine Dunkelziffer an Resten und Stoffen, die für Probeteile gedacht sind.

Damit möchte ich meine Zahlen nicht noch schlechter machen als sie eh schon sind, sondern eher meinen etwas lächerlichen Abbau von 1,55 m rechtfertigen. Denn so untätig wie das wirkt, war ich gar nicht. Ich habe den braunen Testrock, den ich beim letzten Eintrag schon erwähnt habe, genäht.

Da der aber schon zugeschnitten war, zählt er noch in die letzte Statistik. Ende der Woche kommt ein ausführlicher Beitrag über den Rock und das schon erwähnte Oversize-Vanilla-Stofffresser-Oberteil. Da dieser Rock sich größentechnisch als, zum Glück gerade noch rettbare, Katastrophe herausstellte, gab es direkt eine weitere Version aus zusammengestückelten Resten. War eh nur als Probeteil gedacht, passt aber leider wieder nicht. Ein Probeteil muss wohl noch her, bevor der gute Stoff angeschnitten werden kann…

Außerdem habe ich mich an die Anpassung der Cheyenne Tunic für mich gemacht. Die gehört ja ebenfalls in meinen Bürogarderoben-Plan. Wie ich schon erwartet hatte, da es mir quasi unmöglich ist gut sitzende Oberteile aus Webware mit Ärmeln im Laden zu kaufen, war es recht beschwerlich. Ich habe 4 Probeteile gemacht! Ein kompletter Bettdeckenbezug ging dafür drauf. Jetzt sitze ich gerade an einer tragbaren Version und kann dann bald berichten. Auch wenn es langwierig war, ich habe eine Menge über Schnittanpassungen gelernt und weiß jetzt hoffentlich genug über meine Maße an den ’schwierigen‘ Stellen, sodass ich vielleicht bei den Sorbetto Oberteilen, die jetzt als nächstes auf dem Programm stehen, mit keinem oder einem Probeteil auskomme…

Zum Thema: „Nähpläne für Herbst/Winter, dicke Stoffe vernähen schafft mehr Platz“ habe ich wenig beizutragen. Ich habe mich ein wenig in Simplicity 7801 verliebt,den Schnitt auch schon gekauft und könnte so etwas für den Winter gut gebrauchen, aber dafür müsste definitiv neuer Stoff her und deswegen halte ich mich jetzt erstmal an meine Büro-Garderobe und den Stoffabbau. Der Stoffschrank ist jetzt bis obenhin voll. Bis da kein Platz wäre um den Mantelstoff zwischenzulagern, gibt es auch keinen neuen Stoff.

So, ich schaue jetzt wie es bei den anderen Stoffdiät-Damen aussieht.

Alles Liebe,

Kathrin

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Das Projekt Büro-Garderobe

So, ich befinde mich jetzt fleißig auf Jobsuche und anstelle der labortauglichen Kleidung, muss nun langsam etwas Schickeres und Bürotaugliches her. Ich finde den Gedanken gar nicht schlecht, da mir die bisherige Jeans-T-Shirt-Kombi langsam wirklich zum Hals raushängt (ist aber meiner Meinung nach das einzige was im Labor wirklich Sinn ergibt) und ich bin es vor allem Leid diese Kleidung so gewöhnt zu sein, dass ich mir schon, wenn ich es am Wochenende mal wage einen Rock anzuziehen, sofort overdressed vorkomme. Das ist einfach ein Gewohnheitsding und ich freue mich darauf mir das langsam abzutrainieren.

Da ich noch keinen Job habe, könnte ich mich natürlich erstmal weiterhin meiner Freizeitgarderobe widmen, aber die meisten bürotauglichen Stücke sind ja nunmal nicht von heute auf morgen genäht und ich muss sicherlich an den Schnittmustern noch einiges an Anpassungen vornehmen, also möchte ich schonmal langsam anfangen und mich rantasten.

Da gut geplant ja schon halb gewonnen ist, kommt hier mal meine Zusammenstellung an Schnittmustern aus denen ich zunächst mal meine Büro-Garderobe zusammensetzen möchte. Ich versuche auf Schnittmuster zu setzen, die entweder einfach Allrounder sind oder mir durch Schnittvariationen oder die Benutzung unterschiedlicher Stoffe besonders wandelbar erscheinen. Die Idee ist auf möglichst wenige, dafür aber gut auf mich angepasste Schnittmuster zurückzugreifen. Und sie sollen mir auch gefallen und gerne etwas Besonderes haben. Ich will keinen 08/15-Hosenanzug. Was brauche ich also?

Erstmal Blazer. Gerne ein Schnittmuster für Sweatblazer, wenn es nicht ganz so förmlich sein muss und ein oder zwei für Webstoffe (einmal gefüttert, einmal ungefüttert für sommerliche Temperaturen). Für den Sweatblazer kam mir natürlich „Lady Grace“ von Mialuna in den Sinn. Ich würde sagen ein relativ klassischer Blazerschnitt, aber halt für Sweat und deswegen bequem und ich werde (hoffentlich) nicht allzuviel anpassen müssen…

Für die beiden anderen bin ich bei Burda fündig geworden. Links ist Nr. 106 (ich habe ihn in der deutschen Version gekauft, aber nach der Umstellung auf die „neue“ Seite kann ich ihn da nicht mehr finden und einloggen kann ich mich auch nicht mehr) und rechts der Crossover Blazer Nr. 121 von der englischsprachigen Burdastyle-Seite. Ich habe ein bisschen rumgesucht und bin dann doch bei diesen beiden hängen geblieben, denn ich finde sie haben etwas Besonderes, sind aber trotzdem klassisch figurbetont. Das Design von den etwas locker sitzenderen Modellen, wie ich sie bei manchen Indie-Schnittmustern gefunden habe, finde ich zwar schön, funktioniert bei meinen Körperproportionen aber nicht so gut. Wie gut da jetzt die Passform sein wird und wie ich mit der manchmal leicht kryptischen Burda-Anleitung zurecht komme, bleibt abzuwarten. Das sind wohl die beiden Mammutprojekte, die ich erst am Schluss in Angriff nehmen werde.

Kommen wir zu den Oberteilen für unter den Blazer. Hier werde ich hauptsächlich auf die Cheyenne-Bluse von Hey June Handmade (oben links) und das Sorbetto Top von Collette (oben rechts) setzen, denke aber noch über ein Wickeloberteil (unten links) aus einem meiner japanischen Nähbücher oder das Fern-Top (unten rechts) von StyleARC nach. Die Blazer haben ja zum Teil etwas ungewöhnliche Kragenlösungen, deswegen funktioniert ein klassischer Blusenkragen eher nicht. Das finde ich aber auch nicht schlimm.

Als Beinkleid sollte mir jeweils ein Hosen- und ein Rockschnitt reichen. Hier habe ich mir den passenden Hosenschnitt zum Blazer ausgesucht, nämlich Nr. 118 und als Rock den Simplicity-Schnitt Nr. 7498 bzw. 2451.

Wenn ich mir das so anschaue, ist das eine ganze Menge. Da das Zusammenkleben von ausgedruckten Schnitten nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen zählt (gerade wenn es umfangreiche Schnitte mit vielen Teilen sind), habe ich die pdfs mit Inkspace in etwa nach der Anleitung von drehumdiebolzeningeneur zusammengefügt (das Ganze noch ein bisschen vereinfacht und optimiert) und dann plotten lassen.

Habe schon mit einem Proberock begonnen, der viel zu groß war, sich aber noch retten ließ. Gerade versuche ich die Cheyenne auf mich und meinen Rücken anzupassen. Ich werde wohl heute Abend mein 4. Probeteil anfertigen. Es ist recht langwierig und nervig, aber ich hoffe dabei soviel zu lernen, dass mir das Anpassen weiterer Webstoffoberteile danach einfacher fällt und ich vielleicht schon von Anfang an am Schnittmuster sehen kann, was ich auf jeden Fall vorher schon ändern kann.

Nachdem ich nun auch endlich wieder mein komplettes Kameraequipment mit Selbstauslöser beisammen habe, kann ich dann auch bald ausführlicher von den einzelnen Projekten berichten.

Also, auf bald und liebste Grüße,

Kathrin

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Stoffdiät 2017 – Juli Update

Küstensocke ruft gerade wieder zum Stoffdiät-Update auf. Ich tue mich schwer, denn meine Bilanz der letzten zwei Monate gefällt mir nicht. Aber dafür ist so eine Gemeinschaftsaktion ja auch da, dass nicht nur berichtet wird, wenn es gut läuft, sondern man sich auch Mut zusprechen kann, wenn es nicht so gut läuft.

Also, genäht habe ich leider unglaublich wenig.

Weil ich gerade so schön im Plaintain-T-shirt-Fieber (Deer and Doe) war, gab es noch im Mai eine etwas interessantere Version kombiniert mit dem schönen Pünktchenstoff – Stoffverbrauch: 0,85 m. Zugeschnitten und angefangen habe ich einen Rock nach Simplicity 7498. Der ist noch nicht fertig, aber im werden und wird deswegen auch schon mal verbucht mit 0,75 m. Soweit so gut. Im Mai und im Juni knabberte der Endspurt auf der Arbeit und zwei Urlaubswochen an meiner Nähzeit. Mehr war also nicht drin.

Was aber die Bilanz richtig runterzieht ist mein Stoffkauf. Ich hatte es beim letzten Mal schon angedeutet, bei mir ist gerade ein Jobwechsel angesagt und somit bin gerade auf der Suche nach einem neuen Job und sobald ich den gefunden habe (z. T. natürlich auch schon vorher für Vorstellungsgespräche) brauche ich bürotaugliche Kleidung. Dafür bot das Stofflager wenig. Eine Großbestellung und ein Stoffladenbesuch später ist mein Fundus um 10,8 m angewachsen. Dafür gibt es jetzt passenden Stoff für min. 2 Blazer, 1 Hose, 2 Röcke, 1 Bluse, 2 Shirts und 1 Marie-Jacke (die letzten beiden sind nicht unbedingt bürotauglich, aber wenn man schon mal am bestellen ist…).

Das reicht bei weitem nicht aus für eine volle Bürogarderobe, aber die von mir ausgesuchten Schnitte sind alle noch nicht erprobt. Ich werde also erstmal einiges an Zeit auf die Anpassung der Schnitte verwenden müssen und dann kann ich immer nochmal weiter sehen. Die Schnitte stelle ich bald in einem gesonderten Post vor. Ich werde sie mir plotten lassen, da ich wenig Lust verspüre so umfangreiche Projekte aus den PDF-Schnittmustern selber zusammenzukleben.

Also, summa summarum ein Zuwachs von 9,2 m. Das ist vor allem deswegen ärgerlich, da es sogar mehr ist, als ich bis jetzt dieses Jahr verbraucht habe. Na ja, ich hoffe darauf in den nächsten Wochen einiges an Zeit zum nähen zu haben und dann kann ich hoffentlich das Meiste schnell verbrauchen. Mit dem beruflichen Wechsel ist es ja auch gerade eine Ausnahmesituation.

Bei Frau Küstensocke wird gefragt nach einer Strategie gegen die Rückfallgefahr. Da scheine ich zwar augescheinlich bei meiner Bilanz ein schlechter Ratgeber zu sein, aber von Januar bis Mai war ich ja wirklich eisern. Meine Strategie war die folgende: Zuerst die Stoffladenbesuche reduzieren! Keine spontaten eigentlich-brauche-ich-ja-nichts-habe-aber-noch-Zeit-also-schaue-ich-mal-rein-Besuche. Wenn Stoffladen, dann mit einem Einkaufszettel und von diesem möglichst nicht abweichen. Sollte dann doch einen dann doch etwas anspringen: 1. Frage: Brauche ich das wirklich? Manchmal erlischt der Wunsch dann schon, wenn man sich erinnert, dass man zwei andere ähnliche Stoffe schon zuhause im Lager und noch nicht vernäht hat oder man weiß, dass man daraus ein leichtes Webstoffoberteil machen würde, aber davon schlummern eh schon zuviele im Schrank. Ist der Wunsch immer noch da, kommt Frage Nr. 2: Habe ich schon lange nach so einem Stoff gesucht und ihn jetzt endlich gefunden? Ist auch hier die Antwort nein, kommt Frage Nr. 3: Ist der Stoff so besonders, dass er mich dazu bringen wird meine bisherigen Nähpläne umzuschmeißen und ihn möglichst bald zu vernähen? Und bei dieser Antwort sollte man sehr ehrlich zu sich selber sein. Denn meist lautet sie bei mir nein. Meist habe ich gute Gründe für meine nächsten Nähpläne und da muss schon ein wirklich toller Stoff dazwischenkommen um diese umzuschmeißen. Also, wenn die Antwort nein ist, dann einfach weitergehen. Bei jedem der Stoffe, die ich im Juni neu gekauft habe, lautet eine der Antworten auf die Fragen ja. Deswegen durften sie mit. Die Monate davor hat keiner der Stoffe, die mich in Versuchung geführt hatten, meine 3-Fragen-Prüfung bestanden. Vielleicht hilft das ja auch dem ein oder anderen.

Ich schaue jetzt auf jeden Fall hier bei Frau Küstensocke wie es meinen Mitstreiterinnen so geht und dann sollte ich mal meine Plotterbestellung abschicken, damit ich das Projekt „Bürogarderobe“ in Angriff nehmen kann.

Liebe Grüße,

Kathrin

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Stoffdiät 2017 – Mai Update

Es ist mal wieder Zeit für ein Stoffdiät-Update. Im Mai sind die vorgeschlagenen Themen Schnittmuster/Projekte mit hohem Stoffverbrauch, Tipps und Tricks. Aber erstmal mein Zwischenstand.

Genäht und damit verbraucht: zwei Mal mein perfekt auf mich angepasster Lieblings-T-Shirt Schnitt „Plaintain T-Shirt“ von Deer and Doe (1 x dunkelroter Jersey mit Elasthan, 1 x schokobrauner Bio-Baumwolljersey -> 2 x 0,9 m), der verflixte gelbe Cardigan aus der La Maison Victor (curryfarbener Interlock 1,2 m) und dann, etwas Schnelles und Einfaches zur Aufmunterung nach dem Ärger mit dem Cardigan, das Sweatshirt „Amy“ von Pattydoo (auberginefarbener Interlock 1,3 m).

Wie man unschwer erkennen kann, ist das Sweatshirt noch nicht ganz fertig. Es fehlen noch die Säume und auf dem Foto ist die Stickerei auch noch nicht ganz fertig. Die habe ich aber gestern Abend noch fertig gestellt, im Laufe der Woche kommen dann noch die Säume dran. Es war mir ohne alles ein bisschen zu langweilig und da ich für die Säume eh noch farblich richtig gut passendes Garn kaufen musste (bei den inneren Nähten kann man da ja noch ein bisschen schummeln), habe ich mich an die Pusteblumen-Stickerei gemacht.

Ohne Fotos ein „Regenbogenbody“ von Schnabelina für ein frisch gebackenes Elternpaar bzw. deren zuckersüßen Sprößling und vier Probe-Pantys. Da ich da mit der Passform auch immer unzufrieden bin, mache ich gerade den „Mini-Course: Design your own panty“ von Merckwaerdigh und habe in dem Zuge vier Probenmodelle produziert. Ich hoffe nach der nächsten Änderung habe ich es geschafft und kann „in Produktion“ gehen. Das alles habe ich aus Resten fabriziert, also kann ich den Verbrauch nicht genau benennen, ich würde es aber schon auf 0,6 m schätzen.

Damit habe ich 4,9 m im April und Mai verbraucht. Beim Kaufen war ich eisern: Kein Zuwachs in diesen zwei Monaten. Leider stelle ich gerade fest, dass ich die Inventur zwar zu Ende gemacht habe, also alles fein in mein Büchlein eingetragen habe, dann aber nicht nochmal zusammen gerechnet habe. Muss also mein aktuellen Stand hier noch nachtragen.

So, Schnittmuster/Projekte mit hohem Stoffverbrauch… Es war recht oberteillastig bei mir in letzter Zeit, deswegen sind meine Tipps ebenfalls aus dieser Kategorie. Wer es etwas oversizig mag, dem lege ich „Vanilla“ von Wafflepatterns ans Herz.

Das hatte ich ja letztes Mal schon gezeigt. Es sieht am Bügel etwas sonderbar aus (Tragefotos kommen noch, die neue Kamera ist endlich da!), ist getragen aber richtig schön und man kann, wenn der Stoff keine Überbreite hat, locker 1,8 m verbraten. Dies ist ausnahmsweise mal ein Oversize-Oberteil, dass auch an mir gut funktioniert.

Tipp Nr. 2 habe ich schon Anfang letzten Jahres mal gezeigt: „Marie“ von StyleARC.

Damals war das ein Probeteil, was sich aufgrund des Stoffes als nicht tragbar erwiesen hat, aber es ist ein tolles Jäckchen und es wird sicher bald eine tragbare Version davon geben. Angegebener Stoffverbrauch: 2.5 m. Ob ich wirklich ganz so viel gebraucht habe, weiß ich nicht mehr genau (meistens quetsche ich ein bisschen und dann lässt sich noch was rausholen), aber da die Jacke im Vorderteil gedoppelt wird, kommt da einfach einiges zusammen. Ich kann den Schnitt wirklich wärmstens empfehlen und auf Etsy gibt es die StyleARC-Schnitte auch als Download und auf Amazon als Papierschnitte.

Leider habe ich ein Problem mit meinen Tipps: Sie helfen mir nicht. Warum? Weil ich bei den meisten meiner Stoffeinkäufe zwar keinen besonderen Schnitt im Kopf habe, aber zumindest: Das wird ein langärmeliger Pulli oder sowas. Dementsprechend kaufe ich ein. Jetzt habe ich schon noch einige schöne Schätzchen im Stoffschrank, die sich für meine beiden Stofffresser eignen würden, aber einfach nicht genug davon. Deswegen hatte ich mich jetzt erstmal auf einfache Shirts verlegt. Die gehen schnell, fehlten eh im Kleiderschrank und so kann man dann doch auch gut Stoff abbauen.

Ein Shirt mit Dreiviertel-Ärmel ist noch in Planung und dann muss ich erstmal schauen was evtl. noch für den Urlaub im Juni fehlt. Und ein paar Babysachen für eine liebe Freundin müssen auch noch her. Danach werde ich langsam anfangen müssen mich an ein paar bürotaugliche Sachen zu machen, damit ich gewappnet bin. Mein Vertrag läuft im Juni aus und noch ist kein Job in Sicht, aber manchmal kann es ja doch schnell gehen und ich besitze momentan wirklich nur sehr wenige bürotaugliche Kleidungsstücke. Da werde ich dann ums Stoffe kaufen nicht wirklich drum herum kommen. Viel Taugliches und vor allem in ausreichenden Mengen ist da nicht im Fundus.

So, ich geh jetzt mal schauen ob ich bei meinen Mitstreiterinnen bei der Stoffdiät noch ein paar gute Tipps finde.

Liebe Grüße,

Kathrin

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