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Ich bin ein…

… Herbsttyp! Wie im letzten Beitrag schon angekündigt, habe ich letztes Wochenende einen VHS-Kurs mitgemacht und dabei wurde mein Farbtyp bestimmt. Dabei geht es vor allem um die Farben, die in der Nähe des Gesichtes getragen werden. Ich hatte mir ja gewünscht ein Herbsttyp zu sein, da mir die Farben so gut gefallen.

HerbsttypViele Grün-, Rot- und Brauntöne, dafür aber quasi kein blau, und schwarz steht mir auch nicht. Ich war ja etwas skeptisch, aber ich muss sagen es hat mir gut gefallen. Wir waren eine nette Truppe und nach einer Einführung wurde dann mithilfe der Fachfrau und unzähliger farbiger Seidentücher, die einem um den Hals gelegt wurden, vorm Spiegel der Farbyp ermittelt. Ich weiß ja nicht, ob es der Mehrheit so geht, aber gerade wenn ich Sachen selber mache, dann lasse ich mich gerne von einer tollen Farbe oder einem wunderschönen Muster, einem flauschigen Stoff oder auch einer kuscheligen Wolle überzeugen. Dann stecke ich jede Menge Herzblut in das Projekt und stelle manchmal hinterher fest, dass ich es doch nicht so oft trage. Des Öfteren tatsächlich, weil ich mir unsicher bin, ob es mir wirklich steht. Ich hoffe, dass sich das nun vielleicht ein bisschen bessern wird. Mein Kleiderschrank wird sich wohl erst mit der Zeit wandeln, aber die passenden Stoffe aus dem Vorrat sind schon im Stapel nach oben gewandert und ein paar hübsche Jerseys sind hoffentlich schon auf dem Weg zu mir, damit ich bald ein paar schöne, farbenfrohe Basics zaubern kann.

Herbsttyp_Stoffvorat_01_webHmm, wenn ich mir den Stapel so ansehe, dann hab ich ja auch schon mit meinem Stoffvorat genug zu tun. Mehr Zeit, mehr Zeit…

Liebe Grüße,

Kathrin

Puh…

… jetzt dachte ich, ich wäre gut gestartet und könnte jetzt fleißig losbloggen und dann kommt die Weihnachtszeit daher. Meinen großen Respekt an all jene, die es geschafft haben, währendessen regelmäßig zu bloggen. Ich habe nur dabei zugesehen, wie mein Feedreader immer voller wurde und ich noch nicht mal Zeit dafür hatte, zu lesen was es bei anderen so Schönes zu sehen gibt. Aber bei anderen ist das wohl schon einfach etwas tiefer im Tages-/Wochenablauf integriert. Zudem  war ich dieses Jahr wohl einfach ein bisschen zu ambitioniert, denn auf meiner Liste für die Liebsten zu Weihnachten stand fast nur Selbstgenähtes. Damit habe ich mich zeitlich total übernommen und das letzte Geschenk erst am 23. fertig gestellt und daraufhin musste noch ein mehrstündiger Einpackmarathon gestartet werden. Nächstes Jahr wird das etwas ausgeglichener werden… Oder ich fange einfach noch früher an… Startschuss oder -stich war Ende Oktober. Man sollte meinen das könnte reichen.
Von Herzen wünsche ich mir, ich könnte hier zeigen was ich produziert habe, aber es gab weder Zeit noch Licht um Fotos zu machen. Ich hoffe, ich werde zumindest ein paar Dinge nach und nach zeigen können, wenn ich meine Werke bei bzw. an den Beschenkten wieder sehe und einen Schnappschuß schießen kann. Zumindest ein kleiner Handyschnappschuß unseres Weihnachtsbaums zur Auflockerung.

weihnachtsbaum_2014
Dieses Wochenende geht es zur Farbberatung. Das war mir bis jetzt immer zu teuer und ein bisschen albern fand ich es auch, aber jetzt habe ich eine Volkshochschule in der Nähe gefunden, die das in einer Kleingruppe anbietet. Das macht es relativ erschwinglich, und ich denke mir, wenn  ich so viel Zeit in die Herstellung, sei es jetzt nähen oder stricken, eines Kleidungsstückes stecke, dann möchte ich auch damit wirklich zufrieden sein. Denn heißt es, nur weil ich eine Farbe gerne mag und sie gern trage, dass sie mir auch steht oder blendet mich die Schönheit mancher Farbtöne einfach? Ich wäre gern ein Herbsttyp, denn die Farben leuchten so schön, aber ich denke ich bin eher Sommer… Ich bin gespannt.

Sommer-Herbsttyp
Manche Dinge in meinem Kleiderschrank mag ich so gerne, aber ich ziehe sie doch nur selten an, weil ich mir bei der Farbe unsicher bin. Andere Farben mag ich so gerne, dass ich mir gar keine Gedanken darüber mache, ob sie mir stehen, ich trage sie einfach. Jetzt bin ich gespannt was bei der ganzen Aktion rauskommt. Meinen Kleiderschrank komplett umkrempeln kann ich sowieso so schnell nicht, aber vielleicht traue ich mich ja in Zukunft dann auch wirklich an andere Farben ran.

Alles Liebe

Kathrin

Anfangszeug

Aller Anfang ist schwer. Lang hab ich hier an der Seite rumgebastelt, Hintergründe und Themes gewechselt und war doch immer unzufrieden. Also, den Perfektionismus jetzt einfach mal über Bord geworfen, die Seite so genommen wie sie ist (eigentlich ist sie so ja auch ganz schön) und losgelegt.

Worüber sollte denn so ein erster Blogpost sein? Darüber was ich hier machen will und warum überhaupt, hab ich mir gedacht. Dann kann ich später irgendwann zurückblicken und mich darüber freuen oder wundern, was denn alles geklappt hat bzw. in welche Richtung sich die Dinge dann wirklich entwickelt haben.

Also, in dieses Blog möchte ich alles packen, was an Kreativität und Handwerksgedöne so passiert in meinem Leben. Das wird wohl vor allem viel Genähtes, aber auch Gehäkeltes, Gestricktes und Gebasteltes sein. An diesen Dingen fasziniert bzw. begeistert mich generell, dass man mit seinen Händen Sachen herstellt, die man dann wirklich verwenden und im Alltag gebrauchen kann und die in den meisten Fällen schöner und individueller sind und einem auch, ob der Arbeit, die man hineingesteckt hat, viel mehr bedeuten.

Anfang_Naehen_fall2014_web

Das Nähen begeistert mich im Besonderen. Angefangen hab ich schon als kleines Kind, viel von der Mama gelernt und dann über die Zeit mehr oder weniger damit angefangen. Jetzt während der Studienzeit wurde es dann immer mehr, denn je stressiger es wurde und je demotivierender (Forschung ist halt meistens eher nicht nett zu einem), desto mehr habe ich den Ausgleich gebraucht und genossen an der Nähmaschine zu entspannen und (meist) schnell Dinge zu zaubern, die am Ende ein Erfolgserlebnis darstellen und sogar im Alltag genutzt werden können. Zudem macht mich das Geschäftsgebahren der heutigen Bekleidungsindustrie, mit ihrer massiven Ausbeutung und Misshandlung der Menschen, die ihre Kleidung herstellen und dem offensichtlichen Motto „Muss ja nicht von guter Qualität sein, ist nächste Saison sowieso out“, regelmäßig sehr, sehr wütend. Ich habe schon immer ein liebevolles Verhältnis zu meiner Kleidung gehegt und lasse die meisten Kleidungsstücke, wenn sie denn dann wirklich nicht mehr tragbar sind, eher widerwillig gehen. Nachdem ich dann festgestellt hatte, dass Strickstoffe (Jersey, Interlock & Co) doch nicht so schwierig zu verarbeiten sind, wie gedacht, gab es für mich an der Nähmaschine kein halten mehr. Auch die Fähigkeiten eigene Werke zu kreieren sollte her, denn wer findet schon einen Schnitt, der wirklich von Anhieb an die Gegebenheiten des eigenen Körpers angepasst ist? Vor allem, wenn man recht klein ist, die Taille dann schon nicht mehr so sitzt wie gewollt, der Bauch hat ein paar Pölsterchen zu viel… Da könnte ich ewig so weitermachen. Egal, an diesen Fähigkeiten arbeite ich auf jeden Fall noch fleißig. Der erste Shirtschnitt ist schon entstanden, aber noch nicht perfektioniert. Ich werde berichten.

Anfang_stricken_web

Zuletzt sei wohl noch das Wollzeug erwähnt. Stricken und Häkeln gemütlich auf dem Sofa vorm Fernseher oder auch ohne bei einer Tasse Tee ist für mich unglaublich entspannend. Meist brauche ich gefühlte Ewigkeiten um mit meinen Strickstücken fertig zu werden, weswegen Winterpullis von mir gerne im Sommerurlaub angefangen werden. Letztes Jahr lag ich am Strand und strickte an meinem ersten Jäckchen. Ich erntete ein paar komische Blicke, aber die Omi unterm Schirm nebenan strickte auch, und zwar Socken, und als das Werk dann im Herbst fertig war, war ich unglaublich stolz.

Wer es bis hierhin geschafft hat, den interessiert es eventuell noch eine Kleinigkeit über den Namen dieses Blogs zu erfahren. Saumzeug entsprang dem Denkorgan meines Bruders und wurde von mir begeistert aufgenommen, denn ich bin nun mal aus dem Pott und da passte mir so „Zeuch“ halt gut in den Kram „und so“. Ich bin hier aufgewachsen und kenne es deswegen kaum anders, aber ich mag es einfach, wenn direkt von der Leber weg gesagt wird, was halt so Sache ist.

Genug geschreibselt, liebes Leserle, willkommen auf Saumzeug! Voller Hoffnung und Zuversicht, dass das hier ein schöner, bunter und voller Ort im Netz wird, grüßt ganz lieb,

die Kathrin