Stoffdiät September oder auch Asche auf mein Haupt

Heute geht es im Rahmen der Küstensock’schen Stoffdiät mal wieder um meinen Stoffbestand. Hatte ich beim letzten Mal schon ein schlechtes Gewissen wegen meines Stoffzuwachses, so hat sich dieses bis zum heutigen Eintrag noch vervielfacht. Einziger Grund dafür ist eine liebe Freundin, die selber nicht näht, aber den Stoffvorrat ihrer patchworkenden Oma geerbt hat. Einige Schätze wolle sie behalten, aber ich könne ja mal durchgehen und schauen ob ich etwas gebrauchen könne. Klar, dachte ich mir, gucken geht ja. Meine eisernen Regeln, die ich letztes Mal vorgestellt hatte, waren dann auch schnell über Bord geworfen bei diesen wunderschönen Stöffchen. Erlaubt habe ich mir das vor allem, weil an diesem schönen, sonnigen Tag Bilder von wundervollen bunten Sommerkleidern, beschwingten Röcken und geblümten Oberteilen vor meinem geistigen Auge vorbeizogen. Aber seht selbst, hier ist mein Zuwachs:

Jetzt aber zu den harten Fakten: Stoffzuwachs seit Juli + 23,15 m. Stoffabbau – 1,55 m. Damit habe ich jetzt 81,75 m im Stofffundus. Oh weh, die Zahl hat mich ganz schön erschlagen! Meine Inventur beinhaltet nur Stoffe, die sich noch für tragbare Kleidungsstücke oder andere ‚richtige‘ Projekte eignen. Ich habe noch eine Dunkelziffer an Resten und Stoffen, die für Probeteile gedacht sind.

Damit möchte ich meine Zahlen nicht noch schlechter machen als sie eh schon sind, sondern eher meinen etwas lächerlichen Abbau von 1,55 m rechtfertigen. Denn so untätig wie das wirkt, war ich gar nicht. Ich habe den braunen Testrock, den ich beim letzten Eintrag schon erwähnt habe, genäht.

Da der aber schon zugeschnitten war, zählt er noch in die letzte Statistik. Ende der Woche kommt ein ausführlicher Beitrag über den Rock und das schon erwähnte Oversize-Vanilla-Stofffresser-Oberteil. Da dieser Rock sich größentechnisch als, zum Glück gerade noch rettbare, Katastrophe herausstellte, gab es direkt eine weitere Version aus zusammengestückelten Resten. War eh nur als Probeteil gedacht, passt aber leider wieder nicht. Ein Probeteil muss wohl noch her, bevor der gute Stoff angeschnitten werden kann…

Außerdem habe ich mich an die Anpassung der Cheyenne Tunic für mich gemacht. Die gehört ja ebenfalls in meinen Bürogarderoben-Plan. Wie ich schon erwartet hatte, da es mir quasi unmöglich ist gut sitzende Oberteile aus Webware mit Ärmeln im Laden zu kaufen, war es recht beschwerlich. Ich habe 4 Probeteile gemacht! Ein kompletter Bettdeckenbezug ging dafür drauf. Jetzt sitze ich gerade an einer tragbaren Version und kann dann bald berichten. Auch wenn es langwierig war, ich habe eine Menge über Schnittanpassungen gelernt und weiß jetzt hoffentlich genug über meine Maße an den ’schwierigen‘ Stellen, sodass ich vielleicht bei den Sorbetto Oberteilen, die jetzt als nächstes auf dem Programm stehen, mit keinem oder einem Probeteil auskomme…

Zum Thema: „Nähpläne für Herbst/Winter, dicke Stoffe vernähen schafft mehr Platz“ habe ich wenig beizutragen. Ich habe mich ein wenig in Simplicity 7801 verliebt,den Schnitt auch schon gekauft und könnte so etwas für den Winter gut gebrauchen, aber dafür müsste definitiv neuer Stoff her und deswegen halte ich mich jetzt erstmal an meine Büro-Garderobe und den Stoffabbau. Der Stoffschrank ist jetzt bis obenhin voll. Bis da kein Platz wäre um den Mantelstoff zwischenzulagern, gibt es auch keinen neuen Stoff.

So, ich schaue jetzt wie es bei den anderen Stoffdiät-Damen aussieht.

Alles Liebe,

Kathrin

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7 Gedanken zu „Stoffdiät September oder auch Asche auf mein Haupt

  1. Valomea

    Soll ich Dir mal was sagen? Für den Zuwachs aus dem Nachlass einer patchworkenden Oma ist das doch nichts, reineweg gar nichts! Wenn ich mal sterbe und bis dahin mit der Stoffdiät nur so langsam voran komme wie jetzt, werden die Berge deutlich höher sein! *lach*
    Weiterhin gutes Gelingen!
    Valomea

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  2. kuestensocke

    Bei so schönen Patchworkstoffen und dieser günstigen Gelegenheit hätte wohl jede zugeschlagen. Mein Motto inzwischen – Gelegenheiten meiden, ich war über 8 Wochen nicht im Stoffladen. Naja das kann auch nicht immer so weitergehen. Letztlich hilft nur nähen, das mache ich immerhin reichlich 😉 Bin gespannt auf die Teile in der Deiner Bürogarderobe. Wenn ein Rockschnitt erstmal passt, dann sind ja schnell 2-3 Stück in Serien genäht. LG Kuestensocke

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  3. Anja

    Der Mantel ist toll. Man kauft auch nicht so einfach Mal Mantelstoffe, die dann rumliegen. Die schönen geschenkstoffe wären viel zu schade zum Wegwerfen gewesen. Und wenn du für die Stoffe Platz genug hast…. LG Anja

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  4. Teresa

    Das bisserl Stoff… ach, das scheint mir auch nicht so schlimm. Wir sind uns des Problems bewußt und arbeiten daran, das muß jetzt mal reichen. Der geplante Mantel sieht toll aus ich bin gespannt auf die Umsetztung/ Dein Modell.
    Liebe Grüße
    Teresa

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  5. Marion M

    Ja für diesen Stoffzuwachs kannst du ja nun gar nichts!
    Und im Hinblick auf eine Jacke gehts mir so wie dir. Kein Platz für einen so dicken Stoff, unabhängig davon, dass ich mir das noch nicht zutraue. Obwohl dein gekaufter Schnitt gefällt mir auch!

    Gruß Marion

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  6. Ina

    Für die geschenkten Baumwollstöffchen kannst Du gar nichts! Die sind so schön und wo sollen sie denn hin, wenn sie nicht eine nähfreundliche, stoffverständige neue Heimat finden? Und beim Mantel empfehle ich Stoff direkt dafür zu kaufen und sofort, wirklich sofort anzuschneiden und zu nähen, dann braucht auch der Stoff keinen Platz im Stoffschrank. LG Ina

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  7. Mirella

    Patchworkstoffe werden nicht schlecht und wäre ja schade darum gewesen. Dein Rock sieht klasse aus, werde mir deinen Blogbeitrag nachher noch dazu anschauen.
    LG Mirella

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