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Stoffdiät September oder auch Asche auf mein Haupt

Heute geht es im Rahmen der Küstensock’schen Stoffdiät mal wieder um meinen Stoffbestand. Hatte ich beim letzten Mal schon ein schlechtes Gewissen wegen meines Stoffzuwachses, so hat sich dieses bis zum heutigen Eintrag noch vervielfacht. Einziger Grund dafür ist eine liebe Freundin, die selber nicht näht, aber den Stoffvorrat ihrer patchworkenden Oma geerbt hat. Einige Schätze wolle sie behalten, aber ich könne ja mal durchgehen und schauen ob ich etwas gebrauchen könne. Klar, dachte ich mir, gucken geht ja. Meine eisernen Regeln, die ich letztes Mal vorgestellt hatte, waren dann auch schnell über Bord geworfen bei diesen wunderschönen Stöffchen. Erlaubt habe ich mir das vor allem, weil an diesem schönen, sonnigen Tag Bilder von wundervollen bunten Sommerkleidern, beschwingten Röcken und geblümten Oberteilen vor meinem geistigen Auge vorbeizogen. Aber seht selbst, hier ist mein Zuwachs:

Jetzt aber zu den harten Fakten: Stoffzuwachs seit Juli + 23,15 m. Stoffabbau – 1,55 m. Damit habe ich jetzt 81,75 m im Stofffundus. Oh weh, die Zahl hat mich ganz schön erschlagen! Meine Inventur beinhaltet nur Stoffe, die sich noch für tragbare Kleidungsstücke oder andere ‚richtige‘ Projekte eignen. Ich habe noch eine Dunkelziffer an Resten und Stoffen, die für Probeteile gedacht sind.

Damit möchte ich meine Zahlen nicht noch schlechter machen als sie eh schon sind, sondern eher meinen etwas lächerlichen Abbau von 1,55 m rechtfertigen. Denn so untätig wie das wirkt, war ich gar nicht. Ich habe den braunen Testrock, den ich beim letzten Eintrag schon erwähnt habe, genäht.

Da der aber schon zugeschnitten war, zählt er noch in die letzte Statistik. Ende der Woche kommt ein ausführlicher Beitrag über den Rock und das schon erwähnte Oversize-Vanilla-Stofffresser-Oberteil. Da dieser Rock sich größentechnisch als, zum Glück gerade noch rettbare, Katastrophe herausstellte, gab es direkt eine weitere Version aus zusammengestückelten Resten. War eh nur als Probeteil gedacht, passt aber leider wieder nicht. Ein Probeteil muss wohl noch her, bevor der gute Stoff angeschnitten werden kann…

Außerdem habe ich mich an die Anpassung der Cheyenne Tunic für mich gemacht. Die gehört ja ebenfalls in meinen Bürogarderoben-Plan. Wie ich schon erwartet hatte, da es mir quasi unmöglich ist gut sitzende Oberteile aus Webware mit Ärmeln im Laden zu kaufen, war es recht beschwerlich. Ich habe 4 Probeteile gemacht! Ein kompletter Bettdeckenbezug ging dafür drauf. Jetzt sitze ich gerade an einer tragbaren Version und kann dann bald berichten. Auch wenn es langwierig war, ich habe eine Menge über Schnittanpassungen gelernt und weiß jetzt hoffentlich genug über meine Maße an den ’schwierigen‘ Stellen, sodass ich vielleicht bei den Sorbetto Oberteilen, die jetzt als nächstes auf dem Programm stehen, mit keinem oder einem Probeteil auskomme…

Zum Thema: „Nähpläne für Herbst/Winter, dicke Stoffe vernähen schafft mehr Platz“ habe ich wenig beizutragen. Ich habe mich ein wenig in Simplicity 7801 verliebt,den Schnitt auch schon gekauft und könnte so etwas für den Winter gut gebrauchen, aber dafür müsste definitiv neuer Stoff her und deswegen halte ich mich jetzt erstmal an meine Büro-Garderobe und den Stoffabbau. Der Stoffschrank ist jetzt bis obenhin voll. Bis da kein Platz wäre um den Mantelstoff zwischenzulagern, gibt es auch keinen neuen Stoff.

So, ich schaue jetzt wie es bei den anderen Stoffdiät-Damen aussieht.

Alles Liebe,

Kathrin

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Stoffdiät 2017 – Juli Update

Küstensocke ruft gerade wieder zum Stoffdiät-Update auf. Ich tue mich schwer, denn meine Bilanz der letzten zwei Monate gefällt mir nicht. Aber dafür ist so eine Gemeinschaftsaktion ja auch da, dass nicht nur berichtet wird, wenn es gut läuft, sondern man sich auch Mut zusprechen kann, wenn es nicht so gut läuft.

Also, genäht habe ich leider unglaublich wenig.

Weil ich gerade so schön im Plaintain-T-shirt-Fieber (Deer and Doe) war, gab es noch im Mai eine etwas interessantere Version kombiniert mit dem schönen Pünktchenstoff – Stoffverbrauch: 0,85 m. Zugeschnitten und angefangen habe ich einen Rock nach Simplicity 7498. Der ist noch nicht fertig, aber im werden und wird deswegen auch schon mal verbucht mit 0,75 m. Soweit so gut. Im Mai und im Juni knabberte der Endspurt auf der Arbeit und zwei Urlaubswochen an meiner Nähzeit. Mehr war also nicht drin.

Was aber die Bilanz richtig runterzieht ist mein Stoffkauf. Ich hatte es beim letzten Mal schon angedeutet, bei mir ist gerade ein Jobwechsel angesagt und somit bin gerade auf der Suche nach einem neuen Job und sobald ich den gefunden habe (z. T. natürlich auch schon vorher für Vorstellungsgespräche) brauche ich bürotaugliche Kleidung. Dafür bot das Stofflager wenig. Eine Großbestellung und ein Stoffladenbesuch später ist mein Fundus um 10,8 m angewachsen. Dafür gibt es jetzt passenden Stoff für min. 2 Blazer, 1 Hose, 2 Röcke, 1 Bluse, 2 Shirts und 1 Marie-Jacke (die letzten beiden sind nicht unbedingt bürotauglich, aber wenn man schon mal am bestellen ist…).

Das reicht bei weitem nicht aus für eine volle Bürogarderobe, aber die von mir ausgesuchten Schnitte sind alle noch nicht erprobt. Ich werde also erstmal einiges an Zeit auf die Anpassung der Schnitte verwenden müssen und dann kann ich immer nochmal weiter sehen. Die Schnitte stelle ich bald in einem gesonderten Post vor. Ich werde sie mir plotten lassen, da ich wenig Lust verspüre so umfangreiche Projekte aus den PDF-Schnittmustern selber zusammenzukleben.

Also, summa summarum ein Zuwachs von 9,2 m. Das ist vor allem deswegen ärgerlich, da es sogar mehr ist, als ich bis jetzt dieses Jahr verbraucht habe. Na ja, ich hoffe darauf in den nächsten Wochen einiges an Zeit zum nähen zu haben und dann kann ich hoffentlich das Meiste schnell verbrauchen. Mit dem beruflichen Wechsel ist es ja auch gerade eine Ausnahmesituation.

Bei Frau Küstensocke wird gefragt nach einer Strategie gegen die Rückfallgefahr. Da scheine ich zwar augescheinlich bei meiner Bilanz ein schlechter Ratgeber zu sein, aber von Januar bis Mai war ich ja wirklich eisern. Meine Strategie war die folgende: Zuerst die Stoffladenbesuche reduzieren! Keine spontaten eigentlich-brauche-ich-ja-nichts-habe-aber-noch-Zeit-also-schaue-ich-mal-rein-Besuche. Wenn Stoffladen, dann mit einem Einkaufszettel und von diesem möglichst nicht abweichen. Sollte dann doch einen dann doch etwas anspringen: 1. Frage: Brauche ich das wirklich? Manchmal erlischt der Wunsch dann schon, wenn man sich erinnert, dass man zwei andere ähnliche Stoffe schon zuhause im Lager und noch nicht vernäht hat oder man weiß, dass man daraus ein leichtes Webstoffoberteil machen würde, aber davon schlummern eh schon zuviele im Schrank. Ist der Wunsch immer noch da, kommt Frage Nr. 2: Habe ich schon lange nach so einem Stoff gesucht und ihn jetzt endlich gefunden? Ist auch hier die Antwort nein, kommt Frage Nr. 3: Ist der Stoff so besonders, dass er mich dazu bringen wird meine bisherigen Nähpläne umzuschmeißen und ihn möglichst bald zu vernähen? Und bei dieser Antwort sollte man sehr ehrlich zu sich selber sein. Denn meist lautet sie bei mir nein. Meist habe ich gute Gründe für meine nächsten Nähpläne und da muss schon ein wirklich toller Stoff dazwischenkommen um diese umzuschmeißen. Also, wenn die Antwort nein ist, dann einfach weitergehen. Bei jedem der Stoffe, die ich im Juni neu gekauft habe, lautet eine der Antworten auf die Fragen ja. Deswegen durften sie mit. Die Monate davor hat keiner der Stoffe, die mich in Versuchung geführt hatten, meine 3-Fragen-Prüfung bestanden. Vielleicht hilft das ja auch dem ein oder anderen.

Ich schaue jetzt auf jeden Fall hier bei Frau Küstensocke wie es meinen Mitstreiterinnen so geht und dann sollte ich mal meine Plotterbestellung abschicken, damit ich das Projekt „Bürogarderobe“ in Angriff nehmen kann.

Liebe Grüße,

Kathrin

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Stoffdiät 2017 – Mai Update

Es ist mal wieder Zeit für ein Stoffdiät-Update. Im Mai sind die vorgeschlagenen Themen Schnittmuster/Projekte mit hohem Stoffverbrauch, Tipps und Tricks. Aber erstmal mein Zwischenstand.

Genäht und damit verbraucht: zwei Mal mein perfekt auf mich angepasster Lieblings-T-Shirt Schnitt „Plaintain T-Shirt“ von Deer and Doe (1 x dunkelroter Jersey mit Elasthan, 1 x schokobrauner Bio-Baumwolljersey -> 2 x 0,9 m), der verflixte gelbe Cardigan aus der La Maison Victor (curryfarbener Interlock 1,2 m) und dann, etwas Schnelles und Einfaches zur Aufmunterung nach dem Ärger mit dem Cardigan, das Sweatshirt „Amy“ von Pattydoo (auberginefarbener Interlock 1,3 m).

Wie man unschwer erkennen kann, ist das Sweatshirt noch nicht ganz fertig. Es fehlen noch die Säume und auf dem Foto ist die Stickerei auch noch nicht ganz fertig. Die habe ich aber gestern Abend noch fertig gestellt, im Laufe der Woche kommen dann noch die Säume dran. Es war mir ohne alles ein bisschen zu langweilig und da ich für die Säume eh noch farblich richtig gut passendes Garn kaufen musste (bei den inneren Nähten kann man da ja noch ein bisschen schummeln), habe ich mich an die Pusteblumen-Stickerei gemacht.

Ohne Fotos ein „Regenbogenbody“ von Schnabelina für ein frisch gebackenes Elternpaar bzw. deren zuckersüßen Sprößling und vier Probe-Pantys. Da ich da mit der Passform auch immer unzufrieden bin, mache ich gerade den „Mini-Course: Design your own panty“ von Merckwaerdigh und habe in dem Zuge vier Probenmodelle produziert. Ich hoffe nach der nächsten Änderung habe ich es geschafft und kann „in Produktion“ gehen. Das alles habe ich aus Resten fabriziert, also kann ich den Verbrauch nicht genau benennen, ich würde es aber schon auf 0,6 m schätzen.

Damit habe ich 4,9 m im April und Mai verbraucht. Beim Kaufen war ich eisern: Kein Zuwachs in diesen zwei Monaten. Leider stelle ich gerade fest, dass ich die Inventur zwar zu Ende gemacht habe, also alles fein in mein Büchlein eingetragen habe, dann aber nicht nochmal zusammen gerechnet habe. Muss also mein aktuellen Stand hier noch nachtragen.

So, Schnittmuster/Projekte mit hohem Stoffverbrauch… Es war recht oberteillastig bei mir in letzter Zeit, deswegen sind meine Tipps ebenfalls aus dieser Kategorie. Wer es etwas oversizig mag, dem lege ich „Vanilla“ von Wafflepatterns ans Herz.

Das hatte ich ja letztes Mal schon gezeigt. Es sieht am Bügel etwas sonderbar aus (Tragefotos kommen noch, die neue Kamera ist endlich da!), ist getragen aber richtig schön und man kann, wenn der Stoff keine Überbreite hat, locker 1,8 m verbraten. Dies ist ausnahmsweise mal ein Oversize-Oberteil, dass auch an mir gut funktioniert.

Tipp Nr. 2 habe ich schon Anfang letzten Jahres mal gezeigt: „Marie“ von StyleARC.

Damals war das ein Probeteil, was sich aufgrund des Stoffes als nicht tragbar erwiesen hat, aber es ist ein tolles Jäckchen und es wird sicher bald eine tragbare Version davon geben. Angegebener Stoffverbrauch: 2.5 m. Ob ich wirklich ganz so viel gebraucht habe, weiß ich nicht mehr genau (meistens quetsche ich ein bisschen und dann lässt sich noch was rausholen), aber da die Jacke im Vorderteil gedoppelt wird, kommt da einfach einiges zusammen. Ich kann den Schnitt wirklich wärmstens empfehlen und auf Etsy gibt es die StyleARC-Schnitte auch als Download und auf Amazon als Papierschnitte.

Leider habe ich ein Problem mit meinen Tipps: Sie helfen mir nicht. Warum? Weil ich bei den meisten meiner Stoffeinkäufe zwar keinen besonderen Schnitt im Kopf habe, aber zumindest: Das wird ein langärmeliger Pulli oder sowas. Dementsprechend kaufe ich ein. Jetzt habe ich schon noch einige schöne Schätzchen im Stoffschrank, die sich für meine beiden Stofffresser eignen würden, aber einfach nicht genug davon. Deswegen hatte ich mich jetzt erstmal auf einfache Shirts verlegt. Die gehen schnell, fehlten eh im Kleiderschrank und so kann man dann doch auch gut Stoff abbauen.

Ein Shirt mit Dreiviertel-Ärmel ist noch in Planung und dann muss ich erstmal schauen was evtl. noch für den Urlaub im Juni fehlt. Und ein paar Babysachen für eine liebe Freundin müssen auch noch her. Danach werde ich langsam anfangen müssen mich an ein paar bürotaugliche Sachen zu machen, damit ich gewappnet bin. Mein Vertrag läuft im Juni aus und noch ist kein Job in Sicht, aber manchmal kann es ja doch schnell gehen und ich besitze momentan wirklich nur sehr wenige bürotaugliche Kleidungsstücke. Da werde ich dann ums Stoffe kaufen nicht wirklich drum herum kommen. Viel Taugliches und vor allem in ausreichenden Mengen ist da nicht im Fundus.

So, ich geh jetzt mal schauen ob ich bei meinen Mitstreiterinnen bei der Stoffdiät noch ein paar gute Tipps finde.

Liebe Grüße,

Kathrin

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Stoffdiät 2017 – März Update

Für’s Märzupdate der Stoffdiät (hier geht es zu meinem ersten Beitrag) sind die primären Fragen:

Was zun mit ungeliebten Stoffen? Wer tauscht mit mir?

Um die erste Frage beantworten zu können, musste ich mich durch mein Stofflager wühlen. Als ich damit begann und ich direkt über ein paar vergessene Schätze stolperte, wurde mir klar: Ich muss eine Inventur machen! Dabei wollte ich das doch partout nicht. Grundlegend stimmte ich mit der Aussage überein, die ich schon bei einigen anderen gelesen habe: „Ich mach doch keine Inventur. Da geht so viel Zeit bei drauf, die nutze ich lieber zum nähen.“ Ganz meine Meinung, habe ich mir jedes Mal gedacht. Aber als ich da so vor meinem Stofflager hockte, ein paar wirkliche Schätzchen in der Hand und ohne Plan wie viel da noch vergessen schlummerte, wurde mir bewusst, dass das eine echte Verschwendung ist. Ich habe die Inventur für Zeitverschwendung gehalten, aber dann dachte ich mir, dass meine Stoffe es verdient haben nicht in Vergessenheit zu geraten und dass das andernfalls zwar keine Zeit, aber doch auf jeden Fall eine Ressourcenverschwendung ist.

Also dehnte ich die Stunde, die ich mir für „mal eben durch die Stoffe wühlen“ verplant hatte auf das komplette Wochenende aus, um tatsächlich Inventur zu machen. Allerdings nur die noch nicht angeschnittenen bzw. die von denen noch wirklich größere Reste vorhanden sind, die ein komplettes Kleidungsstück ergeben können und halbwegs in mein herbstliches Farbschema passen. Und? Ich bin immer noch nicht fertig. Aber ich freue mich so viele schöne Sachen wiedergefunden zu haben und darauf sie bald unter die Maschine zu kriegen. Ja, eigentlich sollten dieses Wochenende noch zwei Shirts rausspringen, um meine Bilanz ein bisschen zu pushen und den Kleiderschrank etwas zu füllen, aber, ganz entgegen meiner vorherigen Überzeugung, wurde mir die Sichtung meines Fundus auf einmal wichtiger.

Hier kommt also erstmal meine Bilanz seit dem letzten Eintrag:

Genäht wurden:

ein Jeansrock (0,7 m, Holly von La Maison Victor, dessen Stoff ich zähneknirschend als verbraucht verbuche), ein Oversize-Oberteil (1,4 m, Vanilla von Wafflepatterns, ein wahrer Stofffresser, hier „nur“ 1,4 m, weil der Stoff 1,8 m breit lag), Männer-T-Shirt (Max von Pattydoo, ohne Foto, leider nicht aus dem Stofffundus machbar) und die Wolljacke (1,3 m Wollstoff, 1 m Futter, Villette von La Maison Victor (6/2017), bis auf Spezialfutter alles aus meinem Lager). Die letzten drei möchten noch verbloggt werden.

Dazu gekommen sind Stoff für das Männer-T-Shirt (schon verbraucht), das Mantelspezialfutter (ebenfalls verbraucht), 1 m Funktionsjersey (habe das Spezialfutter mit einem Gutschein gekauft und es waren noch ein paar Euro übrig, die verbraten werden wollten) und 0,5 m Baumwollstoff (ein Geburtstagsgeschenk von einer lieben Freundin). Nach Adam Riese, -2.9 m seit dem letzten Eintrag. Im Vergleich zu manch anderem, der bei der Stoffdiät mitmacht, ist das lächerlich wenig, aber für mein momentanes Nähzeitpensum bin ich zufrieden.

So, kommen wir zur Frage: Wer tauscht mit mir? Tatsächlich habe ich nur zwei potentielle Tauschobjekte gefunden. Zum einen diesen hellblauen „Dekostoff“.

Leider kann ich keine Angaben machen, welches Material das ist. Er liegt wirklich schon lange bei mir und damals habe ich auf sowas noch nicht geachtet. Wird wohl schon einen anständigen Anteil Poly drinhaben. Es sind 1,8 m bei 135 cm Breite. Er ist noch nicht gewaschen. Er hat eine schöne schräge Rippenstruktur, ist etwas fester, hat aber trotzdem noch einen schönen Fall und fasst sich auch gut an. Ich wollte ursprünglich ein Polster damit beziehen und passende Kissenbezüge. Aber da wird er wohl nicht robust genug für sein. Ich könnte mir durchaus z. B. einen Blazer oder sowas daraus vorstellen, weiß aber nicht wie er sich wäscht und ob die Materialzusammensetzung dafür wirklich geeignet ist. Für mich als Herbsttyp ist das hellblau auf jeden Fall gar nichts. Würde mich freuen, wenn den irgendwer gebrauchen kann, trotz meiner ungenauen Angaben. Ich werde ihn wohl nie verwenden…

Tauschobjekt Nr. 2: dieser wundervolle lila-pinke Traum hier:

Ganz ehrlich: Ich mag diesen Stoff unglaublich gerne. Es ist eine Art Walkloden, aber nicht ganz so fest. Hat immer noch einen einigermaßen schönen Fall, für so einen dicken Stoff. Es ist ein wirklich tolles lila, mit pinken „Kügelchen“ drauf, die erhaben sind. Ich hoffe man kann das auf dem rechten Bild erkennen. Ich habe mal eine Tasche für eine Freundin daraus genäht. Jetzt weiß ich, dass ich ihn für eine anständige Tasche richtig hätte füttern müssen, denn er ist dafür eigentlich nicht fest genug. Er wäre ein Traum für ein Jäckchen oder einen Rock. Einziges Problem: Er ist mir viel zu extravagant für ein Kleidungsstück. Ich mag ihn so sehr, aber befürchte ich würde das Teil nie-nie-niemals anziehen. Also, wenn ihn jemand gebrauchen kann, bitte melden. Er verdient es nicht länger im Schrank vor sich hinzustauben. Leider ist er natürlich angeschnitten, d.h. 90 cm volle Stoffbreite (140 cm), dann folgen 20 cm die noch 80 cm breit sind und 40 cm mit 45 cm Breite… Genug für einen Rock wäre es zumindest… Mittlerweile vergeben!

Zu guter Letzt: Momentaner Stand der Inventur sind 47 m. Wie gesagt, ganz durch bin ich noch nicht, aber sooo viel ist es nicht mehr.

So, damit reihe ich mich jetzt hier ein in den Reigen der anderen Stoffdiätierenden und schaue wie es bei ihnen läuft.

Alles Liebe,

Kathrin

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Back to Life mit der Stoffdiät 2017

Endlich kann ich meine Seite hier wieder mit Leben füllen. Mein vorletzter Post stammt von Anfang letzten Jahres und listet meine vielfältigen Nähpläne fürs letzte Jahr auf. Ein einziges davon ist umgesetzt. Das wird schon getragen, aber eher widerwillig, weil ich den Saum noch mal ändern muss… Ich hätte damals schon wissen können, dass meine Pläne utopisch sind. Es ging in die finale Phase meiner Doktorarbeit und damit schrumpfte meine Freizeit zusammen. Außerdem musste ich entdecken, dass wenn der Stresspegel ein gewisses Maß übersteigt, das Nähen mir leider doch nicht mehr, wie sonst, als entspannender Ausgleich dient. Ich war lustlos und genervt und es zog mich, wenn überhaupt, mit den Stricknadeln aufs Sofa.

Jetzt ist aber alles vorbei und ich kann hochmotiviert das neue Jahr beginnen und möchte mich zu den Teilnehmern der Stoffdiät 2017 dazugesellen und damit mein Blog wieder beleben. Fangen wir also erstmal mit der Dokumentation des Ist-Zustandes, in Form von Bildern, an.

Ganz oben sieht man meinen vollen Stoffschrank (links Strick-, rechts Webstoffe). Darunter die 4 Boxen enthalten Reste für Kleinprojekte wie Täschchen oder Applikationen. Hinzu kommt der Stoffstapel mit meinen letzten 4 Neuzugängen, die es aus Platzgründen noch nicht in den Schrank geschafft haben bzw. noch ihrer sehr baldigen Verarbeitung harren. Ein paar Kleinigkeiten habe ich vergessen zu fotografieren: Ein Stapel alter Bettwäsche für Probeteile, ein kleiner Karton mit Zubehör und Stoffen für die BH- und Panty-Produktion und eine Tüte vom Stoffmarkt mit Lederstücken für die Puschen-Produktion.

Meine Ziele sind deutlich und drastisch: Leerung des Stoffschrankes um ungefähr die Hälfte. Ich habe keinen Platz mehr um darin Neuzugänge unterzubringen und das nervt mich gewaltig. Ich habe ein paar Stoffschätze, die sicherlich noch eine Weile liegen dürfen, aber theoretisch kaufe ich Stoffe schon mit einer konkreten Vorstellung was sie werden sollen. Das habe ich nur so oft gemacht, dass ich mit dem nähen nicht hinterherkam und ich immer wieder von der Vorstellung und dem Reiz eines neuen Projektes hinfortgerissen wurde und damit alles plante, aber wenig nähte und nur sammelte. Hinzu kommen noch die „Wenn-du-einmal-hier-bist-guckst-du-noch-schnell-bei-den-Angeboten“-Stoffe. Auch habe ich oft gekauft ohne wirklich darüber nachzudenken, ob das geplante Stück wirklich gut kombinierbar ist, ich es gerade wirklich gut gebrauchen kann oder es noch ein oder zwei weitere Stücke braucht, damit ich es überhaupt nutzen werde. Eine kurze Shorts z. B., die ich aber nur über eine Leggings anziehen würde, wäre so ein Beispiel. Ich mag den braun-gemusterten Stoff sehr gerne, aber ich besitze keine braune Leggings.

Meine Pläne bzgl. des Stoffkaufs lauten also: erstmal Stopp! Erstmal überlegen was gerade wirklich im Kleiderschrank fehlt, dann realistische Pläne machen, möglichst mit Stoffen aus dem Fundus. Stoffläden meiden oder mit konkreter Einkaufsliste hineingehen und sich daran halten. Einfach besser organisieren also. Bei meiner Wolle kriege ich das besser hin. Eine richtige Regel, wie die 2:1-Regel, gefällt mir zwar sehr, ist aber für mich leider nicht richtig praktikabel. Ich nähe auch gerne für andere und Geburtstage halten sich ja leider nicht daran, ob es jetzt gerade nach der Regel erlaubt ist zu kaufen bzw. ich bin schlecht darin sowas früh genug einzuplanen. Aber Außnahmen mag ich nicht. Wenn schon Regel, dann auch strikt befolgen, sonst halte ich mich gar nicht mehr dran.

Meine Nähpläne für die nächsten Wochen: ein Oversize-Oberteil, ein T-Shirt für den Liebsten zum Geburtstag, eine schlichte Wolljacke und 1-2 T-Shirts. Wenn es zeitlich passt noch 1-2 cardiganartige Jäckchen. Die Schnitte müssen noch abgepaust oder zusammengeklebt werden, deswegen will ich mir nicht zu viel Aufladen. Es tut mir immer gut, eine erfüllbare Liste zu haben. Das motiviert mich mehr. Und ich freue mich dann, wenn ich die Teile, die optional waren noch schaffe, bin aber nicht enttäuscht wenn nicht. Leider bringen Projekt 2 und 3 Stoffkauf mit sich. Es schlummert leider kein brauchbarer Jersey für ein Männershirt bei mir und für die Wolljacke brauche ich vermutlich noch ein Futter. Das muss ich noch checken. Hoffe also für die Stoffreduktion vor allem auf die T-Shirts und auf meine Optionalprojekte… Aber nicht unkontrolliert Neues zu kaufen ist ja auch schon mal ein Anfang.

Danke für diese Aktion! Ich wollte das schon länger angehen, aber so gemeinsam macht es sicher mehr Spaß und bringt mich hoffentlich dazu mich eher dran zu halten. Was die Pläne und Ziele der anderen sind, findet man hier.

Liebe Grüße,

Kathrin

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