This is not okay! – Katalog

Hallo ihr Lieben,

ich weiß, ich bin wahnsinnig spät dran. Die liebe Susanne hat schon am 03. November den „This is not okay!“ – Katalog herausgebracht. Ein großes Kompliment an Susanne! Er ist wirklich schön geworden. Als ich noch dabei war mich darin hineinzufuchsen, wie ich denn den Katalog in meine Seite einbinde, kamen mir leider andere Dinge dazwischen. Genug der Rechtfertigung… Weiter geht’s.

Greenpeace hat Ende November eine „Repräsentative Umfrage zu Kaufverhalten, Tragedauer und der Entsorgung von Mode“ veröffentlicht und dass nehme ich jetzt nochmal als aktuellen Anlass den tollen Katalog auf’s Trapez zu bringen.

Mich gibt es übrigens auf Seite 89 zu sehen. Ich habe hier schon mal von der „This is not okay!“ – Aktion erzählt. Grundlegend geht es darum, dass wir als Nähblogger gegen die unmenschlichen Bedingungen protestieren wollen, unter denen das meiste unserer Kaufkleidung produziert wird. Ich tue mich schwer „catchy“ Zahlen aus der Greenpeace-Umfrage herauszufiltern, aber ich denke man kann allgemein folgendes sagen: Zu viele Menschen schmeißen Kleidung weg, ohne dass sie kaputt ist oder nicht mehr passt. Ebenfalls bringen erschreckend wenig Leute ihre kaputte Kleidung zum Reparieren zum Schneider oder flicken selbst und auch Schuhe werden nicht immer zum Schuster getragen, wenn etwas dran ist, sondern anscheinend auch lieber weg geschmissen. Kleidung selber machen oder gebraucht kaufen – für mehr als 50% der Befragten ebenfalls keine Option.

Das finde ich auf der einen Seite sehr traurig, auf der anderen Seite kann ich verstehen, dass man ein T-Shirt, dass nicht mehr als 5 € gekostet hat, nicht zum Schneider bringt, wenn der Saum aufgegangen ist. Lohnt sich ja nicht, das kostet bestimmt genausoviel das reparieren zu lassen. Und genau da liegt der Hund begraben. Der Schneider nimmt keine horrenden Preise für das was er tut. Im Gegenteil habe ich schon oft gehört, dass die sich oft gerade so über Wasser halten können. Das Shirt war halt einfach zu billig bzw. der Preis einfach für die Arbeit, die darin steckt, nicht angemessen. Bei solchen Preisverhältnissen kann ich nichts anderes erwarten.

Traurig aber trotzdem, dass viele anscheinend auch keine richtige Beziehung zu ihrer Kleidung haben. Ich besitze zum Teil noch Kleidung, die ich vor 10 Jahren gekauft habe und ich bin jedes Mal wieder ein wenig traurig, wenn ich etwas aussortieren muss, denn fast alle meine Kleidungsstücke mag ich sehr gerne und muss immer daran denken, was ich alles schon darin erlebt habe. Da ist es, finde ich, gar nicht so einfach diese wegzuschmeißen. Von Kleidungsstücken, die ich selber gemacht und die ich damit Schweiß und Herzblut reingesteckt habe, gar nicht zu reden.

Wo will ich nur hin mit diesem Post? Es soll ein Aufruf sein mehr darauf zu achten, wie die Kleidung hergestellt wurde, die man kauft. Es gibt mittlerweile wirklich sehr schöne fair hergestellte Kleidung. Oder natürlich selber machen, wenn man kann und mag. Und dann bitte nur Dinge kaufen (oder machen ;o) ), die man dann auch wirklich wertschätzen kann und richtig gut leiden mag, damit sie nicht beim nächsten Aussortieren auf dem Müll landen. Egal ob man selber oder jemand anderes es hergestellt hat, in jedem Stück steckt jede Menge Arbeit.

So, damit will ich es jetzt mal gut sein lassen. Hinter den Kulissen wird hier eine Menge produziert. Das Meiste ist aber für die diesjährigen Weihnachtsgeschenke, deswegen kann ich das leider erst nach dem Fest zeigen, um hier nicht zu spoilern für die lieben Menschen, die ich damit beschenken möchte…

Wünsche euch eine wunderschöne und hoffentlich besinnliche Adventszeit,

Kathrin

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