This is not okay!

Ich kann leider nicht mehr genau sagen wie ich über Susannes Aktion vom Blog mamimade gestolpert bin, aber ich kann nur sagen, dass sie mir damit aus tiefster Seele spricht. In der Aktion geht es darum die unglaublich ausbeuterischen und unwürdigen Bedingungen anzuprangern unter denen das Meiste unserer Kleidung hergestellt wird. Das ist ein Thema was mich schon seit längerem umtreibt und welches auch ein wichtiger Antrieb für mich ist, zu versuchen so wenig Kleidung wie möglich zu kaufen und sehr viel selber zu machen. Da ich mit Leidenschaft nähe, mache ich das natürlich auch gerne, aber selbst für ein simples T-Shirt mag ich nicht in den Laden gehen, denn wenn ich z. B. einen Laden wie H&M betrete und die z. T. lächerlich niedrigen Preise sehe, dann schaudert es mich.

Bei Susanne gibt es hier noch mehr und ausführlicheres zum Thema zu lesen.

Als ich dann Susannes Katalogaktion gesehen habe, hat mich das noch mehr gefreut, denn das ist ein wirklich schöner Weg ein Statement abzugeben und sich an der „This is not okay!“-Aktion zu beteiligen. Also habe ich die Beine bzw. die Nähmaschine in die Hand genommen und mir ein neues Outfit genäht. Here it comes:

this_is_not_okay_02_webthis_is_not_okay_01_webDas Top ist das Fern-Top von StyleARC über das ich hier schon mal geschrieben habe.

Und ja, der Hosenschnitt… Ich versuche mir gerade beizubringen selber Schnitte zu entwerfen. Da ich aber etwas unter Zeitdruck war, konnte ich nicht ganz von Anfang anfangen. Ich habe mir also als Grundschnitt den Schnitt „Pantalon slim“ aus der „Coudre c’est facile“-Zeitschrift Nr. 6 ausgesucht: schmale Hosenbeine in 7/8 Länge, oben ein einfacher Gummizug und eine relativ hohe Bundhöhe. Also, Hosenbeine verlängert und nach unten hin etwas begradigt, Bundhöhe verringert, sodass der Bund unterhalb des Bauchnabels endet, vorne 2, hinten 4 Abnäher eingearbeitet, oben alles etwas enger, Taschen eingebaut und einen Bund hinzugefügt. Geschlossen wird die Hose seitlich über einen Reißverschluss. Es war also ursprünglich mal die „Pantalon slim“, aber jetzt ist es eine ganz andere Hose… Sie sitzt noch nicht perfekt, aber für eine 1. Version bin ich sehr zufrieden und finde ich kann mich so sehr gut auf die Straße wagen. Das muss ja bei den Anfängen im Schnittmusterdesign nicht immer unbedingt der Fall sein.

Die Stoffe sind von einem meiner lokalen Stoff-„Dealer“.

Über die Hose werde ich noch mal einen gesonderten Blogpost schreiben mit anschaulicheren Fotos, damit man Passform und Änderungen besser nachvollziehen kann, aber mit diesen beiden Fotos, die von meinem Bruderherz und seiner besseren Hälfte geschossen wurden (ich wünschte ich könnte sie für jedes Shooting engagieren), möchte ich mich an Susannes Katalogaktion beteiligen und sagen:

TiNO_650

Und weil Donnerstag ist und das ganz offensichtlich für’s Weib ist, geht es zu RUMS.

Macht’s euch schön,

Kathrin

6 Gedanken zu „This is not okay!

  1. Katja

    Liebe Kathrin..

    ..was für ein schönes Top! Den Schnitt muss ich mir mal genauer anschauen!

    Und Respekt: Schnittmuster selbst zu designen ist ja noch einmal ne ganz anderen Nummer
    als einfach ein eBook nachzunähen! Viel Erfolg dabei!

    Liebe Grüße,
    Katja

    Antworten
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