Archiv für den Monat: Mai 2018

Hitofude-Cardigan

Als mein letzter gestrickter Cardigan fertig wurde, fiel mir ein, dass der letzte Cardigan aus dem letzten Jahr noch irgendwo in den Tiefen meines Schranks schlummern musste. Ich habe ihn im Herbst letzten Jahres beendet und hatte dann keine Lust die Fäden zu vernähen oder ihn zu blocken, da das Wetter ein Tragen verhindert hätte. Da hier ja teilweise schon sommerliche Temperaturen herrschen, hat mich die Fertig-Mach-Lust gepackt und ich habe vernäht und geblockt und kann nun meinen Hitofude-Cardigan präsentieren.

Gestrickt ist er aus einem 100%-Leinen-Garn, dass ich irgendwann mal bei Dawanda erstanden habe. Da ich keine Drähte für’s Blocken besitze und mich manchmal beim intensiven pinnen etwas die Lust verlässt, ist die Unterkante ein wenig wellig. Das fällt aber beim Tragen kaum auf. Das Strickmuster an sich ist gut verständlich, der Cardigan lässt sich gut stricken und das Muster ist wirklich wunderschön. Vorne, ungefähr auf Brusthöhe, könnte ich noch einen Knopf annähen. Ein Knopfloch ist vorhanden, aber durch die Beschaffenheit des Garnes fällt es nicht auf, deswegen stört der fehlende Knopf in der Optik nicht.

So gut mir das Jäckchen gefällt, bin ich nicht sicher wie viel ich es wirklich tragen werde. Das Strickmuster in Kombination mit dem Garn hat zu einem solchen Hauch von Nichts geführt, dass es quasi nicht wärmt. Deswegen ist mir mein “Anwendungsfall” noch nicht ganz klar. Wann mag ich es wohl anziehen? Bei richtig heißem Wetter möchte man möglichst wenig auf der Haut haben. Als Jäckchen zum drüberziehen, wenn es abends kälter wird, eignet es sich nicht, da es nicht wärmt. Vielleicht wenn T-Shirt-Wetter ist über einem einfachem schwarzen Top wie hier, wenn es etwas Besonderes sein darf… Die Zeit wird es zeigen. Ich hoffe auf jeden Fall, dass es sich irgendwie in meine Garderobe einfügt. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht zu stricken. Ich habe noch einiges von dem Garn und werde das wohl eher zu einem (oder mehreren) Sommertops verstricken. Das ist mit 100% Leinen vermutlich eine besser tragbare Alternative.

Zum Schluss noch, da es während des FJKA einen Kommentar dazu gab, meine Maschenmarkierer und “Progress-Keeper”.

Diese Plastik-Dinger, die man als Maschenmarkierer kaufen kann, waren mir schon von Anfang an unsympathisch. Eine Weile habe ich es mit Büroklammern versucht, die sind aber teilweise beim Verstauen im Projektbeutel abgegangen. Daraufhin habe ich mir diese aus Wolle gebastelt. Mit den Perlen unten dran, finde ich die recht hübsch. Leider kann man sie nicht einfach so rausnehmen, sondern muss immer bis zur jeweiligen Masche wandern. Also habe ich danach beim idee-Creativmarkt die Libellen, die kleinen Spaltringe und, für den “Progress-Keeper”, den Verschluss gekauft. Hier ist das einzige Manko, dass es nur ziemlich kleine Spaltringe gab, ab Nadelgröße 3,5 kann ich meine Libellen also nicht mehr verwenden. Biegeringe gibt es in größeren Größen, aber die gehen mir doch zu oft auf. Neulich habe ich dann bei Dawanda größere Spaltringe (10 mm) und diese beiden entzückenden Anhänger gefunden, damit ist das Problem für meine Wohlfühl-Nadelgrößen gelöst. Mit meiner kleinen Kollektion bin ich jetzt erstmal zufrieden. Natürlich habe ich alle Exemplare mehrmals, denn mit so wenigen Maschenmarkierern wie auf dem Foto kommt man ja schon bei einem einfachen Pulli ins Schwimmen.

Happy knitting,

Kathrin

Unterwäsche Sew Along von Fadenwechsel – Take One

Jetzt ist der Frühlingsjäckchen Knit Along gerade zu ende, da dachte ich, ich stürze mich Hals über Kopf in den nächsten “Along”, um auch hier eine ordentliche Prise Motivation abzustauben. Und zwar in den Unterwäsche Sew Along 2018 

Da ist definitiv Bedarf im Kleiderschrank da und eben auch Motivationsbedarf. Heute soll es gehen um:

Was habe ich und was brauche ich? Was gefällt mir? Was habe ich schon genäht? Wo finde ich Inspiration/Augenfutter/Schnittmuster?

Ich habe wenig und brauche prinzipiell alles. Natürlich habe ich Unterwäsche in meinem Schrank, aber vieles davon ist schon etwas älter bzw. passt einfach nicht so 100%ig. BH-mäßig besitze ich ein Standardmodell, welches ich immer wieder kaufe und in vielen Farben besitze. Der sitzt ganz gut, aber ich weiß, dass das noch besser geht und da dieses nicht zu den Günstigsten gehört sind auch nicht alle Modelle mehr so taufrisch. Gebrauchen könnte ich auch ein paar bügellose Bralettes für Zuhause. Was die Slipfraktion angeht, habe ich vor allem ein Passformproblem. Weder von den Gekauften noch von den bereits Genähten bin ich richtig überzeugt.

An BHs habe ich bisher eine Isabell von sewy und einen Watson Bra von Cloth Habit genäht. Isabell habe ich schon vor mehreren Jahren in einem Kurs genäht, den ich belegt habe um das Unterwäsche-Nähen zu erlernen. Mittlerweile habe ich eine andere Größe und für eine weitere Version müsste ich den Schnitt auch noch anderweitig anpassen, da die Bügel bei diesem Modell nicht optimal sitzen. Der Watson, als bügelloser Schnitt, verzeiht natürlich mehr und ist deswegen absolut tragbar, ich müsste da aber mit der Größe auch nochmal rumprobieren.

Extra-Inspiration brauche ich keine, denn an Schnittmustern mangelt es mir nicht. Ich liste einfach mal auf welche BH-Schnittmuster ich habe (ohne Fotos, da ich mich da rechtlich nicht verzetteln will):

  • Isabell von sewy (siehe oben)
  • Watson Bra von Cloth Habit (siehe oben)
  • DL01 von MakeBra (“Full Band”, mit Schaumstoffeinlage/Laminat)
  • Esplanade Bra von Orange Lingerie (trägerloser “Longline” BH)
  • Simplicity 7939 “Madalynne-Collection” (Spitzen-Bralette mit Racer-Back oder als Neckholder)

Bei den Slip-Schnittmustern mache ich keine Liste. Ich habe über die Jahre etliche Schnittmuster/Freebies gekauft und gesammelt, die ich aber alle nicht super fand, weil die Passform einfach nichts für mich war. Den Überblick habe ich da ein bisschen verloren, aber das ist ja auch für jeden anders. Erwähnenswert finde ich trotzdem an dieser Stelle den Mini Course “Design your own panty” von merckwaerdigh mit dem ich gerade versuche meinen perfekten Panty-Schnitt selber zu erstellen und die Lace Undies von So Sew Easy. An der Passform der Panties bin ich, wie gesagt, gerade dran und die Lace Undies muss ich erstmal mit einem Jersey-Probeteil testen bevor ich in die wunderschöne Spitze schneide, die ich mir dafür bestellt habe. Wenn ich damit fertig bin, werde ich wohl bei Evie la Lúve etwas stöbern, die wirklich tolle Modelle anzubieten hat.

Ich bin also schnittmustertechnisch gut ausgestattet. Materialtechnisch auch schon ganz gut, aber darum wird es erst beim nächsten Mal gehen. Danke an Maria für die Organisation und die damit hoffentlich einhergehende Motivation!

Happy sewing,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – Das Finale der Herzen

Da ich es zum richtigen Finale nicht geschafft habe, möchte ich mich zumindest zum Finale der Herzen des FJKA 2018 zurückmelden und zwar tatsächlich mit einem fertigen Jäckchen. Für mich als langsame Strickerin, die sich auch noch gerne von anderen Dingen ablenken lässt und anfangs auch noch ein anders Projekt mit größerem Termindruck auf den Nadeln hatte, war der Zeitrahmen sowieso etwas utopisch. Normalerweise benötige ich locker ein halbes Jahr für so ein Jäckchen. Ich bin also stolz euch heute mein fertiges Werk präsentieren zu können:

Es ist der Featherweight Cardigan von Hannah Fettig und, für diejenigen, die meinen letzten Beitrag gelesen haben: Ja, meine Wolle hat nicht gereicht und ich musste nachbestellen. Das war eine Zitterpartie, da ich nicht wusste, ob die Wolle überhaupt nachzubestellen war, aber es hat alles geklappt. Dafür konnte ich mich dann, was die Länge des Kragens betrifft, ganz entspannt austoben und musste nicht zittern ob das Garn reicht.  Entschuldigt die leicht unscharfen Bilder. Mein Autofokus, mein Fernauslöser und ich hatten ein paar kleine kreative Differenzen. Da ist auf jeden Fall noch Optimierungsbedarf von meiner Seite.

Grundlegend bin ich sehr zufrieden. Das Garn ist toll, die beiden krassen Farben gefallen mir auch sehr gut und mein erster nachträglich angestrickter Kragen ist auch besser geworden als gedacht. Alles in allem gefällt der Cardigan mir also sehr gut. Die Länge ist wie gewünscht, auch wenn der halbe Teller noch nicht fertig ist und ich das in der Kombination leider nicht zeigen kann, bin ich sicher, dass das gut zusammenpasst. Einziges Manko: die Ärmel sind ein wenig eng. Das ließ sich leider auch durch intensives blocken nicht beheben. Ich werde sehen wie sich das im Alltag macht. Ich bin sowieso noch im Abnehmprozess, wenn das weiter klappt, wird sich das Problem mit der Zeit minimieren.

Bin jetzt auch richtig angefixt und werde ganz bald das nächste Oberteil anschlagen. Wenn man einmal so in Schwung ist, muss man das nutzen… Jetzt schau ich aber noch mal nach, ob ich neben unseren beiden “Veranstalterinnen” auch noch andere Herz-Finalistinnen finden kann. Danke auf jeden Fall an Sylvia und Malou für die Organisation und die Motivation, die damit einherging und Hut ab von mir, dass ihr es tatsächlich geschafft habt in der Zeit zwei Jäckchen zu produzieren!

Liebe Grüße,

Kathrin