Archiv der Kategorie: Wollzeug

Hitofude-Cardigan

Als mein letzter gestrickter Cardigan fertig wurde, fiel mir ein, dass der letzte Cardigan aus dem letzten Jahr noch irgendwo in den Tiefen meines Schranks schlummern musste. Ich habe ihn im Herbst letzten Jahres beendet und hatte dann keine Lust die Fäden zu vernähen oder ihn zu blocken, da das Wetter ein Tragen verhindert hätte. Da hier ja teilweise schon sommerliche Temperaturen herrschen, hat mich die Fertig-Mach-Lust gepackt und ich habe vernäht und geblockt und kann nun meinen Hitofude-Cardigan präsentieren.

Gestrickt ist er aus einem 100%-Leinen-Garn, dass ich irgendwann mal bei Dawanda erstanden habe. Da ich keine Drähte für’s Blocken besitze und mich manchmal beim intensiven pinnen etwas die Lust verlässt, ist die Unterkante ein wenig wellig. Das fällt aber beim Tragen kaum auf. Das Strickmuster an sich ist gut verständlich, der Cardigan lässt sich gut stricken und das Muster ist wirklich wunderschön. Vorne, ungefähr auf Brusthöhe, könnte ich noch einen Knopf annähen. Ein Knopfloch ist vorhanden, aber durch die Beschaffenheit des Garnes fällt es nicht auf, deswegen stört der fehlende Knopf in der Optik nicht.

So gut mir das Jäckchen gefällt, bin ich nicht sicher wie viel ich es wirklich tragen werde. Das Strickmuster in Kombination mit dem Garn hat zu einem solchen Hauch von Nichts geführt, dass es quasi nicht wärmt. Deswegen ist mir mein “Anwendungsfall” noch nicht ganz klar. Wann mag ich es wohl anziehen? Bei richtig heißem Wetter möchte man möglichst wenig auf der Haut haben. Als Jäckchen zum drüberziehen, wenn es abends kälter wird, eignet es sich nicht, da es nicht wärmt. Vielleicht wenn T-Shirt-Wetter ist über einem einfachem schwarzen Top wie hier, wenn es etwas Besonderes sein darf… Die Zeit wird es zeigen. Ich hoffe auf jeden Fall, dass es sich irgendwie in meine Garderobe einfügt. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht zu stricken. Ich habe noch einiges von dem Garn und werde das wohl eher zu einem (oder mehreren) Sommertops verstricken. Das ist mit 100% Leinen vermutlich eine besser tragbare Alternative.

Zum Schluss noch, da es während des FJKA einen Kommentar dazu gab, meine Maschenmarkierer und “Progress-Keeper”.

Diese Plastik-Dinger, die man als Maschenmarkierer kaufen kann, waren mir schon von Anfang an unsympathisch. Eine Weile habe ich es mit Büroklammern versucht, die sind aber teilweise beim Verstauen im Projektbeutel abgegangen. Daraufhin habe ich mir diese aus Wolle gebastelt. Mit den Perlen unten dran, finde ich die recht hübsch. Leider kann man sie nicht einfach so rausnehmen, sondern muss immer bis zur jeweiligen Masche wandern. Also habe ich danach beim idee-Creativmarkt die Libellen, die kleinen Spaltringe und, für den “Progress-Keeper”, den Verschluss gekauft. Hier ist das einzige Manko, dass es nur ziemlich kleine Spaltringe gab, ab Nadelgröße 3,5 kann ich meine Libellen also nicht mehr verwenden. Biegeringe gibt es in größeren Größen, aber die gehen mir doch zu oft auf. Neulich habe ich dann bei Dawanda größere Spaltringe (10 mm) und diese beiden entzückenden Anhänger gefunden, damit ist das Problem für meine Wohlfühl-Nadelgrößen gelöst. Mit meiner kleinen Kollektion bin ich jetzt erstmal zufrieden. Natürlich habe ich alle Exemplare mehrmals, denn mit so wenigen Maschenmarkierern wie auf dem Foto kommt man ja schon bei einem einfachen Pulli ins Schwimmen.

Happy knitting,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – Das Finale der Herzen

Da ich es zum richtigen Finale nicht geschafft habe, möchte ich mich zumindest zum Finale der Herzen des FJKA 2018 zurückmelden und zwar tatsächlich mit einem fertigen Jäckchen. Für mich als langsame Strickerin, die sich auch noch gerne von anderen Dingen ablenken lässt und anfangs auch noch ein anders Projekt mit größerem Termindruck auf den Nadeln hatte, war der Zeitrahmen sowieso etwas utopisch. Normalerweise benötige ich locker ein halbes Jahr für so ein Jäckchen. Ich bin also stolz euch heute mein fertiges Werk präsentieren zu können:

Es ist der Featherweight Cardigan von Hannah Fettig und, für diejenigen, die meinen letzten Beitrag gelesen haben: Ja, meine Wolle hat nicht gereicht und ich musste nachbestellen. Das war eine Zitterpartie, da ich nicht wusste, ob die Wolle überhaupt nachzubestellen war, aber es hat alles geklappt. Dafür konnte ich mich dann, was die Länge des Kragens betrifft, ganz entspannt austoben und musste nicht zittern ob das Garn reicht.  Entschuldigt die leicht unscharfen Bilder. Mein Autofokus, mein Fernauslöser und ich hatten ein paar kleine kreative Differenzen. Da ist auf jeden Fall noch Optimierungsbedarf von meiner Seite.

Grundlegend bin ich sehr zufrieden. Das Garn ist toll, die beiden krassen Farben gefallen mir auch sehr gut und mein erster nachträglich angestrickter Kragen ist auch besser geworden als gedacht. Alles in allem gefällt der Cardigan mir also sehr gut. Die Länge ist wie gewünscht, auch wenn der halbe Teller noch nicht fertig ist und ich das in der Kombination leider nicht zeigen kann, bin ich sicher, dass das gut zusammenpasst. Einziges Manko: die Ärmel sind ein wenig eng. Das ließ sich leider auch durch intensives blocken nicht beheben. Ich werde sehen wie sich das im Alltag macht. Ich bin sowieso noch im Abnehmprozess, wenn das weiter klappt, wird sich das Problem mit der Zeit minimieren.

Bin jetzt auch richtig angefixt und werde ganz bald das nächste Oberteil anschlagen. Wenn man einmal so in Schwung ist, muss man das nutzen… Jetzt schau ich aber noch mal nach, ob ich neben unseren beiden “Veranstalterinnen” auch noch andere Herz-Finalistinnen finden kann. Danke auf jeden Fall an Sylvia und Malou für die Organisation und die Motivation, die damit einherging und Hut ab von mir, dass ihr es tatsächlich geschafft habt in der Zeit zwei Jäckchen zu produzieren!

Liebe Grüße,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – der zweite Zwischenstand

Der FJKA 2018 ist weiter in vollem Gange und Thema diese Woche soll sein

Zweiter Zwischenstand – Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse

Seit letztem Mal habe ich gute Fortschritte gemacht. Da hatte ich gerade erst angefangen und war noch nicht mal bis zur Ärmelteilung vorgedrungen.

Jetzt kann ich schon einiges mehr vorweisen und es sind noch keine Ermüdungserscheinungen in Sicht, obwohl ich gerade parallel noch an einem paar Socken arbeite, das Ende des Monats fertig sein muss. Auch wenn es Zungen gibt, die behaupten das Jäckchen sei ein wenig eng, ich bin mit der Passform zufrieden. Es sitzt am Rücken so wie ich es mir vorgestellt habe (eng, aber, wie ich finde, nicht zu sehr) und da es nicht geschlossen wird, ist das vorne ja nicht so kritisch. Die große Sicherheitsnadel habe ich natürlich nur fürs Foto dran gemacht, da es sich ohne relativ stark wellt und man dann nicht so viel erkennen kann. Die Ärmelpassform könnte natürlich noch mal ein kritischer Punkt werden, aber soweit bin ich ja noch nicht. Gerade ist eher die Frage wie ich weitermache. Zusammen mit dem Abschluss, der noch unten drangestrickt wird, hätte ich jetzt meine gewünschte Mindestlänge erreicht. Es sollte ja nicht so lang werden, damit er sich über ausgestellten Röcken gut trägt, ein zusätzlicher Streifen wäre aber längentechnisch auch noch okay. Der Kragen soll auf jeden Fall orange werden, da mir das besser steht.

Theoretisch hätte ich gerne den Kragen und den Saum in derselben Farbe, da das bestimmt schöner aussieht. Das würde bedeuten jetzt noch ein Streifen rot und dann den Saum in orange. Ein kompletter Streifen in glattrechts verbraucht ca. 20 g. Der Saumabschluss sollte schon mindestens halb so hoch sein wie einer der Streifen und wird im Rippenmuster gestrickt, also nochmal etwas mehr Garnverbrauch als glatt rechts. Mein Hauptproblem ist also die benötigte Garnmenge. Ich bin mit 116 g orange gestartet und habe jetzt noch 48 g. Ärmel und Kragen müssen noch. Bei beidem fällt es mir schwer den Garnverbrauch abzuschätzen. Meine Strategie ist also jetzt: Erstmal stoppen und an den Ärmeln arbeiten. Die Entscheidung kann ich später immer noch treffen, wenn ich dann hoffentlich besser abschätzen kann, ob ich mit dem Garn hinkomme oder nicht.

Eine Frage bleibt aber noch: Hat jemand Erfahrung mit der Fixierung von Färbungen bei Wolle-Seide-Mischungen? Wie anfangs erwähnt ist das hier eine Wolle einer kleinen Indie-Färberei. Ich habe die Wolle bevor ich anfing zu verstricken einmal gebadet, weil sie ein wenig schmutzig war. Soweit ich weiß, färbt sie mit Flusswasser, deswegen war da noch etwas Natur mit drin. Dabei musste ich leider feststellen, dass die Farbe etwas ausgebleicht ist. Im Gestrick sieht man das recht gut.

Die Färbung ist jetzt ein wenig ungleichmäßig. In diesem Stadium stört es mich noch überhaupt nicht, aber ich habe ein bisschen Angst, dass sich das mit der Zeit noch mehr auswäscht und ich die tolle Knalligkeit der Farben verliere. Ich überlege ob ein Essigbad oder etwas vergleichbares das verhindern könnte, bin mir aber nicht sicher was ich der Seide damit antue. Kennt sich da jemand aus? Ich gebe zu, so viel Recherchezeit habe ich da noch nicht reingesteckt, da ich ja noch im Strickprozess bin, aber vielleicht hat da ja schon jemand von euch Erfahrungswerte mit gesammelt!?

So, jetzt schau ich mal bei den anderen vorbei und lass mich beeindrucken von euren tollen Fortschritten und wunderschönen Jäckchen!

Alles Liebe,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – der erste Zwischenstand

Es geht weiter mit dem FJKA. Heute geht es um

Erster Zwischenstand – Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 

Ich kann endlich Vollzug melden. Nach drei Maschenproben und dem Kauf von neuen Nadelspitzen konnte ich am Samstag endlich anschlagen. Es ist ein interessantes Phänomen, dass ich immer ausgerechnet die Nadelspitzen für meine Rundstricknadeln nicht besitze oder genau diese Dicke/Stärke gerade verschollen ist, die ich für das Anschlagen meines Projektes benötige. Aber das nur so am Rande. Hier kommt ein Foto meines aktuellen Standes:

Wie man sieht, bin ich noch nicht besonders weit, aber für die paar Tage ist das nicht schlecht. Ich werde sicherlich etwas in Zeitnot geraten, da bis Ende des Monats auch noch ein paar Socken für ein Geburtstagsgeschenk fertig werden muss. Aber das Garn verstrickt sich schonmal hervorragend, gibt ein wunderschönes definiertes Maschenbild und hat durch die Seide einen tollen Schimmer. Bei meiner etwas mutigen Farbkombinationen war ich mir nicht 100%ig sicher, aber verstrickt sieht es wirklich toll aus. Leider ist das auf dem Bild nicht so schön zu erkennen, weil es sich in diesem Stadium an den Rändern noch einrollt und ich auch meine Kamera fürs Foto nicht zur Hand hatte. Ich habe ein bisschen Bammel, dass das Garn nicht reicht, aber das kann ich natürlich jetzt am Anfang noch nicht gut abschätzen.

So, damit sause ich dann mal rüber, zu meinen Mitstreiterinnen. Ich habe am Sonntagabend schonmal geschlinst und gesehen, dass die meisten schon richtig weit sind und tolle Zwischenstände zu zeigen haben.

Fröhliches Stricken,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – Die Zweite

Im zweiten Teil des FJKA 2018 soll es gehen um:

Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen

Ich habe mich für den Featherweight Cardigan von Hannah Fettig entschieden. Die meisten von euch haben für diesen gestimmt und eure Argumente haben mich restlos überzeugt. Ich tendierte ja zum Shift of Focus, aber: dieses spezielle Garn, zweifarbig, wenig Garn und am Besten passend zum ausgestellten Rock – da gewinnt ganz klar der Featherweight. Der Shift of Focus wird dann einfach als nächstes auf die Nadeln wandern. Ich habe bei euch schon tolle Garne erspäht und habe da schon was im Auge dafür.

Mein Garn hatte ich ja letztes Mal schon kurz vorgestellt. Ich schulde noch ein Foto. Da ich die ganze Woche relativ lange arbeiten musste, hier ein schneller, leicht verrauschter Schnappschuss mit dem letzten Licht des Tages.

Leider kommt der Farbunterschied der beiden Knäuel und die tolle schimmernde Textur hier nicht so wirklich raus, aber es war nicht besser zu machen.

Ja, bei meiner Maschenprobe bin ich ein wenig vom Pech verfolgt. Hatte ich letztes Mal meine Wolle in Köln gelassen, so bin ich jetzt in Köln und habe die falschen Nadeln da. Ich hatte das Garn, aufgrund der wraps per inch, als fingering weight eingestuft. Darum hatte ich eine 3,5 mm und eine 4 mm Nadel mitgenommen, in der Überzeugung ich würde damit ein schön fallendes Gestrick erzeugen. Leider verstrickt es sich eher wie ein dickeres Garn und mir ist das Gestrick zu fest. Ich möchte auf jeden Fall noch eine Maschenprobe mit 5 mm Nadeln, vielleicht sogar mit 5,5 mm Nadeln machen. Für den Featherweight soll es ja schön flowy sein und bei diesem kostbaren Garn möchte ich möglichst auf Nummer sicher gehen. Also muss ich aufs Wochenende warten, damit ich die Maschenproben machen und dann hoffentlich nächste Woche anschlagen kann. Ach, das bringt mich alles schon wieder in leichte Zeitnot. Aber ich sehe noch Hoffnung, dass ich es zumindest zum Finale der Herzen schaffe.

Zur Passform: Ich denke, da ist bei diesem Jäckchen nicht allzu viel zu beachten. Ich habe einen Brustumfang von 92 cm. Ich kann also wählen zwischen zwei Größen für 89,5 und 98,5 cm Brustumfang. Ich tendiere zur kleineren. Es ist ja ein offenes Jäckchen, ich denke also, dass ich mit einer etwas kleineren Größe besser zurechtkomme als mit einer so massiv größeren. Außerdem werde ich, da ich normalerweise nie auf die exakte Maschenprobe komme, beim Umrechnen einfach etwas großzügiger aufrunden. Dann gleicht sich das vermutlich schon aus.

So, das ist jetzt doch wieder länger geworden als gewollt. Kurz fassen ist wohl einfach nicht meine Stärke. Ich werde jetzt also mal schauen gehen was meine Mitstreiterinnen zu diesem Termin so beizutragen haben.

Liebe Grüße,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – Die Erste

Mein Blog war im Winterschlaf. Eine Fortbildung, die mich dazu Zwang unter der Woche in einem kleinen Zimmerchen in einer anderen Stadt zu hausen, brachte meine Näh- und Strickpläne arg durcheinander. Die Fortbildung ist nun fast vorbei, im März wird hoffentlich wieder “Normalität” und damit endlich auch mehr Aktivität hier auf dem Blog einkehren. Darum nehme ich den FJKA, der drüben auf dem Me Made Mittwoch-Blog stattfindet als freudigen Anlass hier ein bisschen zu entstauben und wieder Leben in die Bude zu bringen. Danke schon mal für diesen kleinen Anstoß und die Organisation des FJKA!

Garn ist schon vorhanden. Im Urlaub im September kaufte ich zwei wunderschöne Stränge einer Wolle-Seide-Mischung: einmal erdbeerrot, einmal etwas das ich als rostorange bezeichnen würde. Leider habe ich die Wolle in meinem Zimmer in Köln vergessen (ein leidiges Thema in den letzten Monaten), deswegen hier kein Foto, sondern nur eine Grafik, damit man sich ein ungefähres Bild machen kann.

Das orange trifft es nicht ganz, aber es kommt nah dran. Dazu muss man sich einen wundervollen seidigen Schimmer und ein wahnsinnig tolles weiches Garn vorstellen. Es ist eine krasse Farbkombination, aber sie gefällt mir sehr und wenn ich das orange als die gesichtsnahe Farbe verwende, sollte mir das auch gut stehen. Ursprünglich wollte ich ein Schultertuch daraus machen, deswegen habe ich nur zwei 100 g Stränge gekauft. Bei meinem letzten Tuch (das erst nach dem Kauf dieser Wolle fertig wurde) stellte sich aber leider heraus: So schön ich das finde, ich trage es nicht wirklich wahnsinnig oft. Das fände ich für diese wundervolle Wolle einfach zu schade, deswegen soll es jetzt doch ein leichtes Frühlingsjäckchen werden. Das würde eine Lücke in meinem Kleiderschrank füllen und deswegen sicherlich häufig getragen werden. Das einzige Problem ist: Es sind nur 200 g, das schränkt natürlich enorm ein. Das Garn ist von einer Indie-Färberin und darum habe ich keine Angaben zur Lauflänge oder ähnlichem. Die Lauflänge werde ich irgendwie noch ermitteln bzw. grob abschätzen und die Garnstärke würde ich als fingering-weight einstufen. Für ein leichtes Jäckchen könnte es also reichen.

Nachdem ich also am Freitag für mehrere Stunden in ravelry versunken bin, habe ich zwei mögliche Anleitungen gefunden: der Featherweight Cardigan von Hannah Fettig und Shift of Focus von Veera Välimäki. Da ich keine Scherereien wegen der Bildrechte möchte, habe ich mich mal an einer kleinen Zeichnung versucht, die auch ein bisschen wiederspiegelt wie sich die Cardigans an meiner Figur machen sollten.

links: Featherweight Cardigan, rechts: Shift of Focus

Der Featherweight Cardigan ist ja in der Strickwelt ein wohlbekanntes, vielgestricktes Muster und ich habe ihn schon länger im Auge. Mit dem wenigen Garn würde es ein relativ kurzes Jäckchen werden und ich könnte dann im Zweifel beim Stricken sehen, ob ich lange Ärmel hinbekomme oder nur halbe oder dreiviertel. Im Zweifel würde es den auch in einer Custom Fit-Variante geben, wo ich meine Maschenprobe und gewünschten Maße eintragen kann und so vielleicht besser abschätzen kann ob mein Garn reicht. Den Shift of Focus habe ich schon mal gestrickt. Das war mein erstes selbstgestricktes Jäckchen und ich war wahnsinnig stolz darauf. Leider habe ich ihn quasi nie getragen. Ich hatte mir damals noch wenige Gedanken darüber gemacht welche Farben mir stehen und habe ihn damals in mint gestrickt, weil mich die Farbe so angelacht hat. Damit sah ich so blass aus, dass ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt habe und der Halssausschnitt war mir auch zu weit. Trotzdem finde ich, dass es ein wahnsinnig tolles Jäckchen ist. Ich habe es dann einer lieben Freundin geschenkt und mir geschworen mir bei Zeiten ein neues zu stricken. Jetzt könnte ich das also in Angriff nehmen. Die Anleitung ist für ein sport weight  Garn geschrieben, aber ich denke, dass es auch mit dem fingering gut funktioniert. Ich habe auch schon eine Anleitung gefunden wie ich den Halssausschnitt enger machen kann und evtl. die leichte A-Linie rausnehmen kann, damit es an mir etwas vorteilhafter aussieht. So muss ich mir diese Änderungen nicht selber zusammenbasteln.

Beides sind tolle Strickmuster. Ich möchte in Zukunft ein bisschen mit anderen Silhouetten spielen als die, die ich gewöhnt bin und mir z. B. ein paar weiter ausgestellte Röcke nähen (bei mir im Kleiderschrank existieren nur Bleistiftröcke oder gerade Jeansröcke). Da würden sich beide Jacken gut zu machen, da der Shift of Focus ja sowieso relativ kurz ist und mit dem wenigen Garn würde der Featherweight Cardigan auch eher kurz. Ich besitze hauptsächlich relativ lockere Strickjacken, die bis über den Po gehen. Das sieht zu Jeans oder einem engen Rock gut aus, aber mit meinem geplanten Halben Tellerrock funktioniert das natürlich nicht so gut. Vom Gefühl her tendiere ich zum Shift of Focus, da der etwas raffinierter ist und ich finde, dass er schön zu diesem besonderen Garn passt, aber da kann ich mir schlechter vorstellen wie ich das mit meinen beiden Farben mache. Beim Featherweight kann ich mir schöne Streifen vorstellen, da gibt es ja genug Beispiele im Netz. Da muss ich mir noch ein paar Gedanken zu machen. Was meinst du?

Jetzt hüpfe ich mal rüber zum Me Made Mittwoch-Blog und schau mir an was die anderen so inspiriert und was deren Pläne sind.

Happy Knitting,

Kathrin

Geburtstagssocken

Ein Vorsatz für dieses und die nächsten Jahre: Ein Paar selbstgestrickte Socken zum Geburtstag für jedes Familienmitglied.

Wir sind mit selbstgestrickten Socken aufgewachsen, da die Oma uns immer fleißig versorgt hat. Jetzt kann sie das leider schon lange nicht mehr und die vielen gehüteten Schätze in der Sockenschublade werden langsam immer dünner und labbriger. Da muss man langsam wieder auffüllen, habe ich mir gedacht und meinen ehrgeizigen Plan gefasst. Beschenke ich mich auch selber, macht das vier Paar pro Jahr. Das ist machbar, wenn man fleißig ist.

Den Anfang machen die Socken für den liebsten Papa. In schlichtem grau, weil mir dieses wild gemusterte bei selbstgestrickten Socken nicht so zusagt. Der Bruder mag es wohl, aber das Garn für dieses Jahr ist schon komplett besorgt. Bambus wollte ich drin haben, damit sie schön angenehm zu tragen sind.

socken_papa02_websocken_papa01_webWolle: ONline Supersocke 4-fach Bamboo Uni

Anleitung: Buch “Socken & Co – 55 Ideen zum Stricken”

Hier geht’s zum Ravelry-Projekt.

Geblockt habe ich sie auch noch vorm Verschenken, damit das Maschenbild ein bisschen ebenmäßiger wird. Es war schon vorher okay, aber danach war ich richtig zufrieden. Gleich werde ich direkt die nächsten anschlagen. Es ist noch etwas Zeit, aber besser zu früh als zu spät.

Alles Liebe,

Kathrin

Was es zu Weihnachten gab – Teil 2

So, weiter geht’s mit den von mir für Weihnachten produzierten Geschenken.

Das hier ist jetzt die knuffige Fraktion. Zunächst gab es einen gehäkelten Big Foot nach einer Anleitung von Lucy Collins alias Lucy Ravenscar aus der Wolle Siena (100% Merino) von Wolle Rödel.

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biggie_detail_koepfchen_webbiggie_angeschnitten_webIch war wirklich sehr begeistert von der Anleitung. Ja, sie ist auf englisch, aber ich bin es grundlegend eh gewohnt nach englischen Anleitungen zu stricken und zu häkeln. Die Anleitungen sind meist wesentlich ausführlicher als die deutschen bzw. setzen weniger Basiswissen voraus. Sollte mal eine Maschenart etwas ‘exotischer’ sein, ist sie meist genau erklärt und es gibt eben auf englisch auch viel mehr und meist auch bessere Anleitungen zu finden, die einem einzelne Maschenarten erklären.
Mein Big Foot (die große Version) ließ sich auf jeden Fall nach der Anleitung super häkeln und ich hab den Kleinen während der Herstellung schon direkt lieb gewonnen. Es war für mich das erste Mal, dass ich ein Kuscheltier gehäkelt habe, aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und spiele schon mit dem Gedanken mir auch selber einen zu machen. Hach, er ist einfach zu knuffig und steht dem Beschenkten hoffentlich brav zur Seite und hilft durch schwere Zeiten.

Auf der Suche nach einem originellen Nadelkissen für eine ebenfalls nähbegeisterte Freundin, stieß ich auf diesen kleinen, bananenliebenden Kerl. Hier geht es zur kostenlosen Anleitung von Lady Joyceley.

minion_totale_web minion_detail01_web Er ist nicht perfekt, denn meine Handnähkünste sind, was die Gleichmäßigkeit angeht, sicherlich noch ausbaufähig, aber ist er nicht putzig? Es gibt auch noch eine kleinere Version. Ich hab ihn nicht ausgemessen, aber ich schätze, er ist schon so zwischen 12 und 15 cm hoch. Die Handschuhe und Schuhe sind auch so schon so winzig, dass das wirklich wahnsinnig fummelig war. Wie man das Ganze dann in noch kleiner zusammenschustern soll, ist mir unklar.

Da lässt sich nur noch hinzufügen:

BANANAAAAAA!

Zwei Weihnachtsgeschenke habe ich euch noch zu zeigen. Einen dritten Teil wird es also noch geben.

Alles Liebe,

Kathrin