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Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – Das Finale der Herzen

Da ich es zum richtigen Finale nicht geschafft habe, möchte ich mich zumindest zum Finale der Herzen des FJKA 2018 zurückmelden und zwar tatsächlich mit einem fertigen Jäckchen. Für mich als langsame Strickerin, die sich auch noch gerne von anderen Dingen ablenken lässt und anfangs auch noch ein anders Projekt mit größerem Termindruck auf den Nadeln hatte, war der Zeitrahmen sowieso etwas utopisch. Normalerweise benötige ich locker ein halbes Jahr für so ein Jäckchen. Ich bin also stolz euch heute mein fertiges Werk präsentieren zu können:

Es ist der Featherweight Cardigan von Hannah Fettig und, für diejenigen, die meinen letzten Beitrag gelesen haben: Ja, meine Wolle hat nicht gereicht und ich musste nachbestellen. Das war eine Zitterpartie, da ich nicht wusste, ob die Wolle überhaupt nachzubestellen war, aber es hat alles geklappt. Dafür konnte ich mich dann, was die Länge des Kragens betrifft, ganz entspannt austoben und musste nicht zittern ob das Garn reicht.  Entschuldigt die leicht unscharfen Bilder. Mein Autofokus, mein Fernauslöser und ich hatten ein paar kleine kreative Differenzen. Da ist auf jeden Fall noch Optimierungsbedarf von meiner Seite.

Grundlegend bin ich sehr zufrieden. Das Garn ist toll, die beiden krassen Farben gefallen mir auch sehr gut und mein erster nachträglich angestrickter Kragen ist auch besser geworden als gedacht. Alles in allem gefällt der Cardigan mir also sehr gut. Die Länge ist wie gewünscht, auch wenn der halbe Teller noch nicht fertig ist und ich das in der Kombination leider nicht zeigen kann, bin ich sicher, dass das gut zusammenpasst. Einziges Manko: die Ärmel sind ein wenig eng. Das ließ sich leider auch durch intensives blocken nicht beheben. Ich werde sehen wie sich das im Alltag macht. Ich bin sowieso noch im Abnehmprozess, wenn das weiter klappt, wird sich das Problem mit der Zeit minimieren.

Bin jetzt auch richtig angefixt und werde ganz bald das nächste Oberteil anschlagen. Wenn man einmal so in Schwung ist, muss man das nutzen… Jetzt schau ich aber noch mal nach, ob ich neben unseren beiden “Veranstalterinnen” auch noch andere Herz-Finalistinnen finden kann. Danke auf jeden Fall an Sylvia und Malou für die Organisation und die Motivation, die damit einherging und Hut ab von mir, dass ihr es tatsächlich geschafft habt in der Zeit zwei Jäckchen zu produzieren!

Liebe Grüße,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – der zweite Zwischenstand

Der FJKA 2018 ist weiter in vollem Gange und Thema diese Woche soll sein

Zweiter Zwischenstand – Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse

Seit letztem Mal habe ich gute Fortschritte gemacht. Da hatte ich gerade erst angefangen und war noch nicht mal bis zur Ärmelteilung vorgedrungen.

Jetzt kann ich schon einiges mehr vorweisen und es sind noch keine Ermüdungserscheinungen in Sicht, obwohl ich gerade parallel noch an einem paar Socken arbeite, das Ende des Monats fertig sein muss. Auch wenn es Zungen gibt, die behaupten das Jäckchen sei ein wenig eng, ich bin mit der Passform zufrieden. Es sitzt am Rücken so wie ich es mir vorgestellt habe (eng, aber, wie ich finde, nicht zu sehr) und da es nicht geschlossen wird, ist das vorne ja nicht so kritisch. Die große Sicherheitsnadel habe ich natürlich nur fürs Foto dran gemacht, da es sich ohne relativ stark wellt und man dann nicht so viel erkennen kann. Die Ärmelpassform könnte natürlich noch mal ein kritischer Punkt werden, aber soweit bin ich ja noch nicht. Gerade ist eher die Frage wie ich weitermache. Zusammen mit dem Abschluss, der noch unten drangestrickt wird, hätte ich jetzt meine gewünschte Mindestlänge erreicht. Es sollte ja nicht so lang werden, damit er sich über ausgestellten Röcken gut trägt, ein zusätzlicher Streifen wäre aber längentechnisch auch noch okay. Der Kragen soll auf jeden Fall orange werden, da mir das besser steht.

Theoretisch hätte ich gerne den Kragen und den Saum in derselben Farbe, da das bestimmt schöner aussieht. Das würde bedeuten jetzt noch ein Streifen rot und dann den Saum in orange. Ein kompletter Streifen in glattrechts verbraucht ca. 20 g. Der Saumabschluss sollte schon mindestens halb so hoch sein wie einer der Streifen und wird im Rippenmuster gestrickt, also nochmal etwas mehr Garnverbrauch als glatt rechts. Mein Hauptproblem ist also die benötigte Garnmenge. Ich bin mit 116 g orange gestartet und habe jetzt noch 48 g. Ärmel und Kragen müssen noch. Bei beidem fällt es mir schwer den Garnverbrauch abzuschätzen. Meine Strategie ist also jetzt: Erstmal stoppen und an den Ärmeln arbeiten. Die Entscheidung kann ich später immer noch treffen, wenn ich dann hoffentlich besser abschätzen kann, ob ich mit dem Garn hinkomme oder nicht.

Eine Frage bleibt aber noch: Hat jemand Erfahrung mit der Fixierung von Färbungen bei Wolle-Seide-Mischungen? Wie anfangs erwähnt ist das hier eine Wolle einer kleinen Indie-Färberei. Ich habe die Wolle bevor ich anfing zu verstricken einmal gebadet, weil sie ein wenig schmutzig war. Soweit ich weiß, färbt sie mit Flusswasser, deswegen war da noch etwas Natur mit drin. Dabei musste ich leider feststellen, dass die Farbe etwas ausgebleicht ist. Im Gestrick sieht man das recht gut.

Die Färbung ist jetzt ein wenig ungleichmäßig. In diesem Stadium stört es mich noch überhaupt nicht, aber ich habe ein bisschen Angst, dass sich das mit der Zeit noch mehr auswäscht und ich die tolle Knalligkeit der Farben verliere. Ich überlege ob ein Essigbad oder etwas vergleichbares das verhindern könnte, bin mir aber nicht sicher was ich der Seide damit antue. Kennt sich da jemand aus? Ich gebe zu, so viel Recherchezeit habe ich da noch nicht reingesteckt, da ich ja noch im Strickprozess bin, aber vielleicht hat da ja schon jemand von euch Erfahrungswerte mit gesammelt!?

So, jetzt schau ich mal bei den anderen vorbei und lass mich beeindrucken von euren tollen Fortschritten und wunderschönen Jäckchen!

Alles Liebe,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – der erste Zwischenstand

Es geht weiter mit dem FJKA. Heute geht es um

Erster Zwischenstand – Stolz auf den Fortschritt, Schwierigkeiten und Lösungen 

Ich kann endlich Vollzug melden. Nach drei Maschenproben und dem Kauf von neuen Nadelspitzen konnte ich am Samstag endlich anschlagen. Es ist ein interessantes Phänomen, dass ich immer ausgerechnet die Nadelspitzen für meine Rundstricknadeln nicht besitze oder genau diese Dicke/Stärke gerade verschollen ist, die ich für das Anschlagen meines Projektes benötige. Aber das nur so am Rande. Hier kommt ein Foto meines aktuellen Standes:

Wie man sieht, bin ich noch nicht besonders weit, aber für die paar Tage ist das nicht schlecht. Ich werde sicherlich etwas in Zeitnot geraten, da bis Ende des Monats auch noch ein paar Socken für ein Geburtstagsgeschenk fertig werden muss. Aber das Garn verstrickt sich schonmal hervorragend, gibt ein wunderschönes definiertes Maschenbild und hat durch die Seide einen tollen Schimmer. Bei meiner etwas mutigen Farbkombinationen war ich mir nicht 100%ig sicher, aber verstrickt sieht es wirklich toll aus. Leider ist das auf dem Bild nicht so schön zu erkennen, weil es sich in diesem Stadium an den Rändern noch einrollt und ich auch meine Kamera fürs Foto nicht zur Hand hatte. Ich habe ein bisschen Bammel, dass das Garn nicht reicht, aber das kann ich natürlich jetzt am Anfang noch nicht gut abschätzen.

So, damit sause ich dann mal rüber, zu meinen Mitstreiterinnen. Ich habe am Sonntagabend schonmal geschlinst und gesehen, dass die meisten schon richtig weit sind und tolle Zwischenstände zu zeigen haben.

Fröhliches Stricken,

Kathrin

Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – Die Zweite

Im zweiten Teil des FJKA 2018 soll es gehen um:

Projektvorstellung: Wahl des Strickmusters und des Materials, Maschenprobe und Passformüberlegungen

Ich habe mich für den Featherweight Cardigan von Hannah Fettig entschieden. Die meisten von euch haben für diesen gestimmt und eure Argumente haben mich restlos überzeugt. Ich tendierte ja zum Shift of Focus, aber: dieses spezielle Garn, zweifarbig, wenig Garn und am Besten passend zum ausgestellten Rock – da gewinnt ganz klar der Featherweight. Der Shift of Focus wird dann einfach als nächstes auf die Nadeln wandern. Ich habe bei euch schon tolle Garne erspäht und habe da schon was im Auge dafür.

Mein Garn hatte ich ja letztes Mal schon kurz vorgestellt. Ich schulde noch ein Foto. Da ich die ganze Woche relativ lange arbeiten musste, hier ein schneller, leicht verrauschter Schnappschuss mit dem letzten Licht des Tages.

Leider kommt der Farbunterschied der beiden Knäuel und die tolle schimmernde Textur hier nicht so wirklich raus, aber es war nicht besser zu machen.

Ja, bei meiner Maschenprobe bin ich ein wenig vom Pech verfolgt. Hatte ich letztes Mal meine Wolle in Köln gelassen, so bin ich jetzt in Köln und habe die falschen Nadeln da. Ich hatte das Garn, aufgrund der wraps per inch, als fingering weight eingestuft. Darum hatte ich eine 3,5 mm und eine 4 mm Nadel mitgenommen, in der Überzeugung ich würde damit ein schön fallendes Gestrick erzeugen. Leider verstrickt es sich eher wie ein dickeres Garn und mir ist das Gestrick zu fest. Ich möchte auf jeden Fall noch eine Maschenprobe mit 5 mm Nadeln, vielleicht sogar mit 5,5 mm Nadeln machen. Für den Featherweight soll es ja schön flowy sein und bei diesem kostbaren Garn möchte ich möglichst auf Nummer sicher gehen. Also muss ich aufs Wochenende warten, damit ich die Maschenproben machen und dann hoffentlich nächste Woche anschlagen kann. Ach, das bringt mich alles schon wieder in leichte Zeitnot. Aber ich sehe noch Hoffnung, dass ich es zumindest zum Finale der Herzen schaffe.

Zur Passform: Ich denke, da ist bei diesem Jäckchen nicht allzu viel zu beachten. Ich habe einen Brustumfang von 92 cm. Ich kann also wählen zwischen zwei Größen für 89,5 und 98,5 cm Brustumfang. Ich tendiere zur kleineren. Es ist ja ein offenes Jäckchen, ich denke also, dass ich mit einer etwas kleineren Größe besser zurechtkomme als mit einer so massiv größeren. Außerdem werde ich, da ich normalerweise nie auf die exakte Maschenprobe komme, beim Umrechnen einfach etwas großzügiger aufrunden. Dann gleicht sich das vermutlich schon aus.

So, das ist jetzt doch wieder länger geworden als gewollt. Kurz fassen ist wohl einfach nicht meine Stärke. Ich werde jetzt also mal schauen gehen was meine Mitstreiterinnen zu diesem Termin so beizutragen haben.

Liebe Grüße,

Kathrin