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Frühlingsjäckchen Knit Along 2018 – Die Erste

Mein Blog war im Winterschlaf. Eine Fortbildung, die mich dazu Zwang unter der Woche in einem kleinen Zimmerchen in einer anderen Stadt zu hausen, brachte meine Näh- und Strickpläne arg durcheinander. Die Fortbildung ist nun fast vorbei, im März wird hoffentlich wieder “Normalität” und damit endlich auch mehr Aktivität hier auf dem Blog einkehren. Darum nehme ich den FJKA, der drüben auf dem Me Made Mittwoch-Blog stattfindet als freudigen Anlass hier ein bisschen zu entstauben und wieder Leben in die Bude zu bringen. Danke schon mal für diesen kleinen Anstoß und die Organisation des FJKA!

Garn ist schon vorhanden. Im Urlaub im September kaufte ich zwei wunderschöne Stränge einer Wolle-Seide-Mischung: einmal erdbeerrot, einmal etwas das ich als rostorange bezeichnen würde. Leider habe ich die Wolle in meinem Zimmer in Köln vergessen (ein leidiges Thema in den letzten Monaten), deswegen hier kein Foto, sondern nur eine Grafik, damit man sich ein ungefähres Bild machen kann.

Das orange trifft es nicht ganz, aber es kommt nah dran. Dazu muss man sich einen wundervollen seidigen Schimmer und ein wahnsinnig tolles weiches Garn vorstellen. Es ist eine krasse Farbkombination, aber sie gefällt mir sehr und wenn ich das orange als die gesichtsnahe Farbe verwende, sollte mir das auch gut stehen. Ursprünglich wollte ich ein Schultertuch daraus machen, deswegen habe ich nur zwei 100 g Stränge gekauft. Bei meinem letzten Tuch (das erst nach dem Kauf dieser Wolle fertig wurde) stellte sich aber leider heraus: So schön ich das finde, ich trage es nicht wirklich wahnsinnig oft. Das fände ich für diese wundervolle Wolle einfach zu schade, deswegen soll es jetzt doch ein leichtes Frühlingsjäckchen werden. Das würde eine Lücke in meinem Kleiderschrank füllen und deswegen sicherlich häufig getragen werden. Das einzige Problem ist: Es sind nur 200 g, das schränkt natürlich enorm ein. Das Garn ist von einer Indie-Färberin und darum habe ich keine Angaben zur Lauflänge oder ähnlichem. Die Lauflänge werde ich irgendwie noch ermitteln bzw. grob abschätzen und die Garnstärke würde ich als fingering-weight einstufen. Für ein leichtes Jäckchen könnte es also reichen.

Nachdem ich also am Freitag für mehrere Stunden in ravelry versunken bin, habe ich zwei mögliche Anleitungen gefunden: der Featherweight Cardigan von Hannah Fettig und Shift of Focus von Veera Välimäki. Da ich keine Scherereien wegen der Bildrechte möchte, habe ich mich mal an einer kleinen Zeichnung versucht, die auch ein bisschen wiederspiegelt wie sich die Cardigans an meiner Figur machen sollten.

links: Featherweight Cardigan, rechts: Shift of Focus

Der Featherweight Cardigan ist ja in der Strickwelt ein wohlbekanntes, vielgestricktes Muster und ich habe ihn schon länger im Auge. Mit dem wenigen Garn würde es ein relativ kurzes Jäckchen werden und ich könnte dann im Zweifel beim Stricken sehen, ob ich lange Ärmel hinbekomme oder nur halbe oder dreiviertel. Im Zweifel würde es den auch in einer Custom Fit-Variante geben, wo ich meine Maschenprobe und gewünschten Maße eintragen kann und so vielleicht besser abschätzen kann ob mein Garn reicht. Den Shift of Focus habe ich schon mal gestrickt. Das war mein erstes selbstgestricktes Jäckchen und ich war wahnsinnig stolz darauf. Leider habe ich ihn quasi nie getragen. Ich hatte mir damals noch wenige Gedanken darüber gemacht welche Farben mir stehen und habe ihn damals in mint gestrickt, weil mich die Farbe so angelacht hat. Damit sah ich so blass aus, dass ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt habe und der Halssausschnitt war mir auch zu weit. Trotzdem finde ich, dass es ein wahnsinnig tolles Jäckchen ist. Ich habe es dann einer lieben Freundin geschenkt und mir geschworen mir bei Zeiten ein neues zu stricken. Jetzt könnte ich das also in Angriff nehmen. Die Anleitung ist für ein sport weight  Garn geschrieben, aber ich denke, dass es auch mit dem fingering gut funktioniert. Ich habe auch schon eine Anleitung gefunden wie ich den Halssausschnitt enger machen kann und evtl. die leichte A-Linie rausnehmen kann, damit es an mir etwas vorteilhafter aussieht. So muss ich mir diese Änderungen nicht selber zusammenbasteln.

Beides sind tolle Strickmuster. Ich möchte in Zukunft ein bisschen mit anderen Silhouetten spielen als die, die ich gewöhnt bin und mir z. B. ein paar weiter ausgestellte Röcke nähen (bei mir im Kleiderschrank existieren nur Bleistiftröcke oder gerade Jeansröcke). Da würden sich beide Jacken gut zu machen, da der Shift of Focus ja sowieso relativ kurz ist und mit dem wenigen Garn würde der Featherweight Cardigan auch eher kurz. Ich besitze hauptsächlich relativ lockere Strickjacken, die bis über den Po gehen. Das sieht zu Jeans oder einem engen Rock gut aus, aber mit meinem geplanten Halben Tellerrock funktioniert das natürlich nicht so gut. Vom Gefühl her tendiere ich zum Shift of Focus, da der etwas raffinierter ist und ich finde, dass er schön zu diesem besonderen Garn passt, aber da kann ich mir schlechter vorstellen wie ich das mit meinen beiden Farben mache. Beim Featherweight kann ich mir schöne Streifen vorstellen, da gibt es ja genug Beispiele im Netz. Da muss ich mir noch ein paar Gedanken zu machen. Was meinst du?

Jetzt hüpfe ich mal rüber zum Me Made Mittwoch-Blog und schau mir an was die anderen so inspiriert und was deren Pläne sind.

Happy Knitting,

Kathrin