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Hitofude-Cardigan

Als mein letzter gestrickter Cardigan fertig wurde, fiel mir ein, dass der letzte Cardigan aus dem letzten Jahr noch irgendwo in den Tiefen meines Schranks schlummern musste. Ich habe ihn im Herbst letzten Jahres beendet und hatte dann keine Lust die Fäden zu vernähen oder ihn zu blocken, da das Wetter ein Tragen verhindert hätte. Da hier ja teilweise schon sommerliche Temperaturen herrschen, hat mich die Fertig-Mach-Lust gepackt und ich habe vernäht und geblockt und kann nun meinen Hitofude-Cardigan präsentieren.

Gestrickt ist er aus einem 100%-Leinen-Garn, dass ich irgendwann mal bei Dawanda erstanden habe. Da ich keine Drähte für’s Blocken besitze und mich manchmal beim intensiven pinnen etwas die Lust verlässt, ist die Unterkante ein wenig wellig. Das fällt aber beim Tragen kaum auf. Das Strickmuster an sich ist gut verständlich, der Cardigan lässt sich gut stricken und das Muster ist wirklich wunderschön. Vorne, ungefähr auf Brusthöhe, könnte ich noch einen Knopf annähen. Ein Knopfloch ist vorhanden, aber durch die Beschaffenheit des Garnes fällt es nicht auf, deswegen stört der fehlende Knopf in der Optik nicht.

So gut mir das Jäckchen gefällt, bin ich nicht sicher wie viel ich es wirklich tragen werde. Das Strickmuster in Kombination mit dem Garn hat zu einem solchen Hauch von Nichts geführt, dass es quasi nicht wärmt. Deswegen ist mir mein “Anwendungsfall” noch nicht ganz klar. Wann mag ich es wohl anziehen? Bei richtig heißem Wetter möchte man möglichst wenig auf der Haut haben. Als Jäckchen zum drüberziehen, wenn es abends kälter wird, eignet es sich nicht, da es nicht wärmt. Vielleicht wenn T-Shirt-Wetter ist über einem einfachem schwarzen Top wie hier, wenn es etwas Besonderes sein darf… Die Zeit wird es zeigen. Ich hoffe auf jeden Fall, dass es sich irgendwie in meine Garderobe einfügt. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht zu stricken. Ich habe noch einiges von dem Garn und werde das wohl eher zu einem (oder mehreren) Sommertops verstricken. Das ist mit 100% Leinen vermutlich eine besser tragbare Alternative.

Zum Schluss noch, da es während des FJKA einen Kommentar dazu gab, meine Maschenmarkierer und “Progress-Keeper”.

Diese Plastik-Dinger, die man als Maschenmarkierer kaufen kann, waren mir schon von Anfang an unsympathisch. Eine Weile habe ich es mit Büroklammern versucht, die sind aber teilweise beim Verstauen im Projektbeutel abgegangen. Daraufhin habe ich mir diese aus Wolle gebastelt. Mit den Perlen unten dran, finde ich die recht hübsch. Leider kann man sie nicht einfach so rausnehmen, sondern muss immer bis zur jeweiligen Masche wandern. Also habe ich danach beim idee-Creativmarkt die Libellen, die kleinen Spaltringe und, für den “Progress-Keeper”, den Verschluss gekauft. Hier ist das einzige Manko, dass es nur ziemlich kleine Spaltringe gab, ab Nadelgröße 3,5 kann ich meine Libellen also nicht mehr verwenden. Biegeringe gibt es in größeren Größen, aber die gehen mir doch zu oft auf. Neulich habe ich dann bei Dawanda größere Spaltringe (10 mm) und diese beiden entzückenden Anhänger gefunden, damit ist das Problem für meine Wohlfühl-Nadelgrößen gelöst. Mit meiner kleinen Kollektion bin ich jetzt erstmal zufrieden. Natürlich habe ich alle Exemplare mehrmals, denn mit so wenigen Maschenmarkierern wie auf dem Foto kommt man ja schon bei einem einfachen Pulli ins Schwimmen.

Happy knitting,

Kathrin